merken
PLUS

41 000 Besucher kommen zum Stadtfest

Der 1012. Bautzener Frühling begeistert alle Altersgruppen und hält einige Überraschungen bereit. Die SZ sprach mit Organisator Andreas Hennig.

Herr Hennig, der 1012. Bautzener Frühling geht bei schönstem Sonnenschein zu Ende. Da kann man doch eigentlich nur zufrieden sein, oder?

In der Tat. Ich rede zwar nicht gerne über das Wetter, aber natürlich hat das Wetter dazu beigetragen, dass nicht nur ich, sondern wohl alle Besucher zufrieden waren. So kann ich sagen, diese drei Tage Bautzener Frühling gehörten zu den besseren ihrer Art. Mit rund 41 000 Besuchern steht der diesjährige Bautzener Frühling in einer Reihe mit den erfolgreichsten Stadtfesten, die wir hatten. Dazu möchte ich anmerken, dass der Erfolg zum großen Teil auf mein langjähriges Helferteam zurückzuführen ist, das mit großer Zuverlässigkeit für eine reibungslosen Ablauf sorgt. Daher gab es auch keine nennenswerten Pannen.

Familie
Vater, Mutter und Kinder
Vater, Mutter und Kinder

sind eine wunderbare Kombination. Sie kann viel Spaß machen, aber auch Arbeit und Ärger. Tipps, Tricks und Themen zu allem, was mit Familie und Erziehung zu tun hat, gibts in einer besonderen Themenwelt von sächsische.de.

Welche Programmpunkte waren denn am besten besucht?

Für mich wenig überraschend erwies sich unsere neu ins Programm aufgenommene Veranstaltung als das Zugpferd schlechthin. Am Freitag- und noch mehr am Sonnabendabend zogen die DJs, die am Buttermarkt elektronische und House-Music auflegten, die meisten Besucher an. Den zweiten Platz in der Publikumsgunst belegte Thomas Stelzer, der Live-Klassiker auf dem Bautzener Frühling schlechthin, der am Sonnabendabend auf der Hauptmarkt-Bühne auftrat. Und obwohl Hans Eckardt Wenzel nahezu zeitgleich mit seiner Band auf der Kornmarkt-Bühne spielte, konnte er fast die gleiche Zuschauerzahl mobilisieren, um auf Rang drei zu landen.

Wenn man etwas Neues ins Programm aufnimmt, ist der Erfolg unsicher. Mit dem Programmpunkt elektronische Musik haben Sie aber offensichtlich voll ins Schwarze getroffen.

Wir hatten auf jeden Fall mit Zuspruch gerechnet, denn wir folgten damit den Wünschen eines breiten Publikums. Der durchschlagende Erfolg hat uns dann aber doch überrascht. Es war einfach überwältigend. Also haben wir wohl alles richtig gemacht.

Das heißt, auch beim Bautzener Frühling im kommenden Jahr wird wieder elektronische Musik auf dem Buttermarkt zu hören sein?

Ich von meiner Seite würde es befürworten, dass wir dies im kommenden und in den darauffolgenden Jahren fortsetzen. Allerdings muss man dazu sagen, dass die Musik für die Anwohner ungewohnt und etwas zu laut war. Falls sie sich mit Beschwerden durchsetzen sollten, wäre es natürlich für die Zukunft dieser Veranstaltung fatal. Man sollte doch berücksichtigen, dass bei so einem Stadtfest eine Art Ausnahmezustand herrscht.

Was war Ihr persönliches Highlight?

Die größte Überraschung war für mich einer der ersten Programmpunkte überhaupt, nämlich der Auftritt der Band „Lisa & der Riesenpfirsich“ aus dem Erzgebirge. Diese Truppe aus ganz jungen Leuten überzeugte mich mit ihrem frischen und quicklebendigen Auftreten. Da hatte ich bei Youtube eine wirklich gute Wahl getroffen.

Nicht im Programmheft stand der Auftritt von Jimmy Kelly von der Kelly Family. Wie kam es dazu?

Jimmy Kelly kam zu mir und fragte mich, ob ich etwas dagegen hätte, wenn er als Straßenmusikant auf der Reichenstraße auftritt. Ich hatte natürlich nichts dagegen. Im Gegenteil, ich war sehr froh über diese unerwartete Bereicherung und habe ihn mit offenen Armen empfangen. Für solche Dinge sind wir jederzeit offen. Jimmy Kelly, der auf der Reichenstraße stets 60, 70 Leute um sich versammelte, konnte sich erinnern, dass er mit seiner Familie schon 1990 am gleichen Ort aufgetreten war.

Gespräch: Carmen Schumann