merken
PLUS

44 000 Leipziger müssen neu wählen

Leipzig. Weil die NPD einen vorbestraften Kandidaten ins Rennen schickte, müssen rund 44 000 Leipziger die Kommunalwahl von Ende Mai wiederholen. Die Konstituierung des neuen Stadtrates dürfte sich damit bis ins nächste Jahr hinziehen.

Leipzig. Weil die NPD einen vorbestraften Kandidaten ins Rennen schickte, müssen rund 44 000 Leipziger die Kommunalwahl von Ende Mai wiederholen. Die Konstituierung des neuen Stadtrates dürfte sich damit bis ins nächste Jahr hinziehen. Der Bewerber der rechtsextremen Partei, Alexander Kurth, hatte 2003 den Sänger der Popgruppe „Die Prinzen“, Sebastian Krumbiegel, und deren Schlagzeuger Ali Zieme attackiert. Vom Landgericht wurde er damals zu einer viereinhalbjährigen Haftstrafe wegen versuchten schweren Raubes und gefährlicher Körperverletzung verurteilt. 2009 erhielt er weitere Haftstrafen wegen gefährlicher Körperverletzung, Verwendung verfassungsfeindlicher Kennzeichen und Betruges. Er kam erst Mitte 2012 auf Bewährung frei. Damit war Kurth dieses Jahr rechtlich nicht wählbar.

Im Rathaus war das offenbar nicht bekannt. „Bei der Regelabfrage im Februar hat es keine Hinweise auf eine Nichtwählbarkeit gegeben“, sagte Rathaus-Sprecher Matthias Hasberg. Der Entscheidung des Gemeindewahlausschusses habe „ein technischer Fehler“ zugrunde gelegen.

Gesundheit und Wellness
Gesundheit und Wellness auf sächsische.de
Gesundheit und Wellness auf sächsische.de

Immer gerne informiert? Nützliche Informationen und Wissenswertes rund um das Thema Gesundheit und Wellness haben wir in unserer Themenwelt zusammengefasst.

Aus formalen Gründen ist der neue Urnengang in dem Wahlkreis nun erst Mitte Oktober möglich. Alle Parteien müssen dafür ihre Kandidaten neu aufstellen. Das Prozedere kostet rund 40 000 Euro. (sh)