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45-Jähriger geht mit Schneeschieber auf Nachbar los

Absichtlich hatte er das Auto seines Hausbewohners mit Schnee zugeschaufelt. Jetzt entschied das Gericht.

Von Rolf Hill

Weil er mit einer Schneeschaufel seinen Nachbarn geschlagen hatte, musste sich jetzt ein 45-Jähriger aus der Großgemeinde Kottmar an der Löbauer Außenstelle des Amtsgerichts Zittau verantworten. An einem frühen Morgen im Februar dieses Jahres habe der Zeitungsausträger beim Schneeschippen das Auto eines Nachbars zugeschaufelt. Als dieser dazu kam und ihn aufforderte, den Schnee zu beseitigen, sei er mit der Schaufel auf ihn losgegangen und habe ihn verletzt.

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Der Angeklagte räumte ein, das Auto des Nachbarn absichtlich zugeschaufelt zu haben. Allerdings habe er selbst nicht geschlagen. Stattdessen sei der andere auf ihn losgegangen. Hintergrund des Streits ist offenbar eine lange Kette von Zwischenfällen, erklärte der geschädigte Nachbar vor Gericht. Immer wieder habe der Angeklagte laute Partys gefeiert. Außerdem gab es Zoff unter anderem wegen Schuhen im Hausflur, in den Regen gestellten Zeitungspaketen und anderer Belästigungen.

Ein weiter Hausbewohner erklärte vor Gericht, er habe vom Fenster aus beobachtet, wie der Angeklagte mit der Schneeschippe auf den anderen losging. Wer jedoch mit dem Gerangel begann, könne er leider nicht sagen. Seinen Anfang habe alles wohl mit den Partys genommen, die der Angeklagte an jedem Wochenende feierte.

Dies aber spielte für die Tastsache, dass es sich um gefährliche Körperverletzung handelt, keine Rolle. Das Gericht hielt schließlich eine Freiheitsstrafe von sieben Monaten und einer Woche, ausgesetzt auf eine Bewährung von zwei Jahren für angemessen. Richter Holger Maaß empfahl, sich endlich zu bemühen um einen vernünftigen Umgang miteinander innerhalb der Hausgemeinschaft .