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4500 Computer für Dresdner Schulen

Für elf Millionen Euro wurden die kommunalen Schulen mit PCs, Servern und Druckernausgerüstet.

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Von Bettina Klemm

Im Beruflichen Schulzentrum für Elektrotechnik testeten gestern künftige Abiturienten die neue Computertechnik. „Es ist kein Vergleich zu den alten Geräten. Sie fahren beispielsweise viel schneller hoch und sind deutlich leistungsfähiger“, schildert der 18-jährige Willi Westphal seinen Eindruck. Seine Mitschüler Martin Meißner und Daniel Göpfert stimmen zu. Mit den Flachbildschirmen sehen die 16 Geräte im neuen Fachkabinett zudem noch besser aus.

Karsten Müller, stellvertretender Schulleiter, kann nun 288 Computer in 14 neuen Räumen für die 2400 Schüler einsetzen. „Da durch den Blockunterricht immer nur die Hälfte der Schüler anwesend sind, dürfte es gleich gar keine Engpässe mehr geben“, sagt er.

„Wir haben seit 2002 elf Millionen Euro für die Computertechnik investiert. 75 Prozent davon kamen als Fördermittel über den Freistaat und den Europäischen Fonds für Regionalentwicklung, Efre“, sagt Schulbürgermeister Winfried Lehmann (CDU). Für das Geld wurden 4500 Computer, 450 Drucker, 265 Scanner, 180 Server und 350 Beamer an den kommunalen Grund-. Förder- und Mittelschulen sowie Gymnasien und Beruflichen Schulen installiert. Weitere 2,25 Millionen Euro habe die Stadt aufgewendet, um die Möbel anzuschaffen, Stromanschlüsse zu verstärken und die neuen Fachräume zu malern.

Das ganze Projekt heißt Medios – Medienoffensive Schule – und ermögliche den Einsatz moderner Programme in nahezu allen Unterrichtsfächern. Dresden hat das Projekt europaweit ausgeschrieben und für alle Schulen die gleiche Technik bestellt. „Damit können wir bei Bedarf die Geräte auch problemlos in einer anderen Schule einsetzen“, sagt Schulamtsleiterin Cornelia Nelles. Die Dresdner Computerausstattung müsse nun den internationalen Vergleich nicht scheuen. Zum Projekt Medios gehören auch zentrale Plattform und Service. Für die jährliche Wartung gibt die Stadt 550 000 Euro aus. Damit die Technik aktuell bleibt, sollen die Computer nach etwa fünf Jahren ersetzt werden.