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50 Euro statt Jahreskarte fürs Bad

Die neuen Stadträte erhalten pro Sitzung fünf Euro mehr. Es hätte auch freier Eintritt ins Bad sein können. Der wäre mehr wert.

Die Stadträte, die am 25. Mai in Bad Gottleuba gewählt werden, erhalten pro Sitzung 21 Euro. Das sind fünf Euro mehr als bisher. Die monatliche Grundentschädigung von sechs Euro bleibt. Das beschloss der Stadtrat auf Antrag der CDU. Seit 1999 war an der Entschädigung der ehrenamtlichen Ratsarbeit nichts geändert worden, begründete Fraktionschef Jens Klotzsche.

Lothar Seifert (Linke) hatte einen Alternativvorschlag gemacht. Er wollte jedem Stadtrat eine Jahreskarte fürs Berggießhübler Freibad geben. Die koste die Stadt nichts und bringe, wenn die Räte nicht allein baden gehen, der Stadt sogar noch Eintrittsgeld. Die Jahreskarte fürs Billybad kostet derzeit 70 Euro und wäre damit wertvoller als die Erhöhung des Sitzungsgeldes. Der Stadtrat tagt im Schnitt etwa zehnmal im Jahr. Das macht also 50 Euro mehr.

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Bad Gottleuba liegt auch nach der Erhöhung im Vergleich mit anderen Kommunen noch im unteren Bereich. Heidenau zahlt 60 Euro monatlich und pro Sitzung 12,50 Euro. In Dohna sind es pro Stadtratssitzung 20 Euro, bei Ausschüssen 15 Euro. Die Monatspauschale beträgt hier 20 Euro.

Jens Klotzsche regte in der Diskussion an, im neuen Rat und in Vorbereitung des nächsten Haushaltes auch über die Entschädigung anderer ehrenamtlicher Arbeit zu sprechen. Die meisten Räte denken dabei zuerst an die Feuerwehrleute. (SZ/sab)