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500 Wohnungen für Klotzsche

Ende 2016 soll die Sanierung der Klotzscher Höfe abgeschlossen sein. Im Sonnenhof gibt es ein besonderes Wohnkonzept.

© Sven Ellger

Von Sarah Grundmann

Im Sonnenhof ist es still geworden. Das Quartier, zu dem die Plattenbaublöcke Göhrener Weg 1 bis 5, 7 bis 15 sowie die Selliner Straße 28 bis 34 gehören, ist fertig saniert. Damit hat die Sächsische Wohnungsgenossenschaft Dresden (SWGD) den zweiten Schritt in einem ihrer größten Bauprojekte geschafft. Bis Jahresende entstehen die sogenannten Klotzscher Höfe mit knapp 500 Wohnungen.

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Der Erste: Im Lindenhof sind viele der vorherigen Mieter eingezogen

Am oberen Teil der Selliner Straße haben die Bauleute schon lange zusammengepackt. Bis Ende 2014 ist dort der Lindenhof entstanden, im Frühjahr vergangenen Jahres waren dann auch die Außenanlagen fertig. Die Fassade erstrahlt mittlerweile in einem zarten Lindgrün – passend zum Namen des Hofes. Ein- bis Fünf-Zimmer-Wohnungen sind in den Blöcken auf der Selliner Straße 39 bis 61 entstanden, an den Grundrissen musste dabei nur wenig verändert werden. Dafür wurden unter anderem Heizung, Bäder und Türen erneuert. Außerdem gibt es für die jetzigen Mieter nun Balkone. Teilweise sind die Bewohner aber alte Bekannte, viele der vorherigen Mieter sind nach dem Umbau wieder in ihre alten Wohnungen zurückgezogen.

Der Besondere: Im Sonnenhof sollen mehrere Generationen wohnen

Nun ist auch der zweite der Klotzscher Höfe fertig. Ende 2014 hatten die Arbeiten auf dem Göhrener Weg 1 bis 5 und 7 bis 15 sowie auf der Selliner Straße 28 bis 34 begonnen. Nun müssen nur noch die Außenanlagen hergerichtet werden. Allerdings pausieren die Arbeiten gerade. „Dafür ist es einfach zu kalt“, sagt Bauleiterin Annett Pallmann. Zu Verzögerungen kommt es dadurch aber nicht. Denn die Bauarbeiter konnten dank des milden Dezembers schon gut vorarbeiten. Bis Ende Mai soll so alles erledigt sein. Über 80 Prozent der Wohnungen sind ohnehin schon bezogen. Anders als im Lindenhof sind hier kaum ehemalige Mieter wieder eingezogen. Allerdings hat sich im Sonnenhof durch den Umbau auch deutlich mehr verändert.

Denn die Wohnungen in den Plattenbaublöcken wurden nicht nur modernisiert. Zwischen den einzelnen Häusern wurden auch Verbindungsgänge geschaffen und Aufzüge eingebaut. Außerdem haben Pallmann und ihr Team auch an den Grundrissen einiges geändert. Im Erdgeschoss der strahlend gelben Blöcke gibt es nun ein ganz besonderes Wohnkonzept. Denn durch Zusammenlegen von kleineren Appartements sind dort zwei Fünfzimmerwohnungen mit je 120 Quadratmetern entstanden. Dort will die SWGD gern mehrere Generationen einziehen lassen.

„Es wäre geeignet für ein Ehepaar, das ein pflegebedürftiges Elternteil nicht ins Heim geben möchte“, sagt Mitarbeiter Torsten Munk. Denn in den Appartements gibt es zwei Eingänge und Bäder, eines davon ist komplett barrierefrei. Auch getrennte Küchen wären möglich. „Das ist ein Experiment, das wir mal ausprobieren wollten“, sagt Munk. Bisher haben sich allerdings kaum Interessenten gemeldet. Lediglich Anfragen von Ehepaaren ohne Eltern gab es. „Die stellen wir aber erst einmal zurück.“ Neben den Mehrgenerationenwohnungen gibt es im Erdgeschoss der Blöcke auch einen Friseur, einen Physiotherapeuten, einen Standort des christlichen Jugenddorfwerks und den Veranstaltungsort Klotzscher Treff. Allein in den Umbau des Sonnenhofs hat die Genossenschaft zehn Millionen Euro gesteckt.

Der Größte: Der Kirschhof bekommt einen neuen Anbau

Im November vergangenen Jahres hat die SWGD zum Endspurt angesetzt. Mit dem letzten Abschnitt beginnt zugleich auch der größte. Für 13 Millionen Euro werden die vier Blöcke auf dem Göhrener Weg 25 bis 27 und 29 bis 35 sowie auf der Selliner Straße 36 bis 42 und 44 bis 50 aufgehübscht. Auch hier haben die Bauleute noch einmal einiges zu tun. Es werden Grundrisse verändert, zwei Aufzüge innen und zwei außen gebaut und natürlich wieder alles von der Fassade bis zur Heizung modernisiert. Beim Kirschhof beschränkt sich die Genossenschaft allerdings nicht mehr nur aufs Sanieren. An der Ecke zur Selliner Straße entsteht auch ein vollkommen neuer Anbau mit sechs Wohnungen. Insgesamt können Ende des Jahres dann 271 Wohnungen bezogen werden. Wie im Sonnenhof zahlen die künftigen Mieter dafür zwischen 6,50 und 7,50 Euro.