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Meißen

56.000 Euro für ein Teekännchen

Meissener Porzellan eines berühmten italienischen Kastraten und Sängers kommt in London unter den Hammer.

Unscheinbar aber teuer: Frühes Meissener Teekännchen.
Unscheinbar aber teuer: Frühes Meissener Teekännchen. © Bonhams

Meißen. Auf dem Flohmarkt wäre das lebkuchenbraune Kännchen vermutlich nicht weiter aufgefallen und vor sich hin verstaubt. Beim renommierten Londoner Auktionshaus Bonhams steht es dagegen im Mittelpunkt einer großen Versteigerung von Meissener Porzellanen am 2. Juli.

Zwei Dinge machen das Stück besonders interessant: Es stammt aus den Anfangsjahren nach Gründung der ersten europäischen Porzellanmanufaktur 1710. Vorbild soll nach Angaben von Bonhams eine chinesische Teekanne gewesen sein, welche in Unterglasur-Technik mit blauer Farbe dekoriert war. Das aus dem sogenannten Böttgersteinzeug gefertigte sächsische Exemplar dagegen ist verziert mit floralen Ornamenten, Punkten und Kerben, die eingeschnitten wurden.

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Prominent wird es zudem durch einen früheren Besitzer, den italienischen Kastratensänger Franceso Bernardi, genannt Il Senesino. In Italien erntete dieser Erfolgsstürme als einer der größten Altkastraten seiner Epoche. Dresden warb ihn 1717 für die damals enorme Summe von 7 000 Talern ab.

Allerdings missfiel Senesino dem Hofkapellmeister Johann David Heinichen durch seine unglaubliche Arroganz. Den Komponisten Georg Friedrich Händel störte das hingegen weniger. Er nutzte Senesinos Abgang in Dresden, um ihn erneut für sehr viel Geld an die Royal Academy nach London zu lotsen.

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