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58 neue Gymnasiasten für Niesky

Die Zahl der neuen Fünftklässler ist etwas niedriger als voriges Jahr. In Görlitz dagegen wird die Platznot nicht kleiner.

Das Nieskyer Gymnasium hat viele Angebote und die neuen Fünftklässler viele Möglichkeiten: zum Beispiel bei den preisgekrönten Eleven mitzuspielen.
Das Nieskyer Gymnasium hat viele Angebote und die neuen Fünftklässler viele Möglichkeiten: zum Beispiel bei den preisgekrönten Eleven mitzuspielen. ©  André Schulze

Der Donnerstag war ein ganz besonders kurzer Schultag für die Zwölftklässler des Schleiermacher-Gymnasiums in Niesky. Aber trotzdem einer der wichtigsten: 7.20 Uhr beginnt die erste Stunde: mit der Schulbuchabgabe, der Ausgabe ihrer Zeugnisse fürs zweite Halbjahr – und außerdem haben sie die Ergebnisse ihrer schriftlichen Abiturprüfungen erfahren.

Für die neuen Fünftklässler ist es bis dahin noch ein langer Weg. Vor einigen Tagen haben die Eltern die Bescheide erhalten, welche weiterführende Schule die jetzigen Viertklässler im kommenden Schuljahr besuchen werden, ob es mit der Wunschschule klappt oder nicht. Am Nieskyer Schleiermacher-Gymnasium hatten sich 58 Kinder angemeldet – und 58 neue Fünftklässler werden in die drei neuen Klassen aufgenommen. Hier scheint also jeder seinen Wunsch erfüllt bekommen zu haben. Es sind neun Schüler weniger als voriges Jahr, also im aktuellen Schuljahr. Allerdings muss die Zahl erfahrungsgemäß noch nicht endgültig sein, erklärt Schulleiter Volkmar Würfel. Es gibt besondere Fälle, bei denen die Bildungsempfehlung, ob das Kind auf ein Gymnasium oder auf eine Oberschule gehen sollte, erst zum Ende des Schuljahres statt zum Halbjahr ausgesprochen wird. Und diese Schüler können sich entsprechend erst zu Schuljahresende anmelden. Manchmal kommen auch noch Kinder dazu, wenn Familien hierherziehen, erzählt Volkmar Würfel.

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An der Oberschule Niesky hatten sich 42 Kinder angemeldet, 48 werden ab Sommer die zwei neuen fünften Klassen bilden. Das ist ebenfalls etwas weniger als voriges Jahr, als die Oberschule Niesky mit 56 Fünftklässlern ins Schuljahr startete. In Kodersdorf ist die Schülerzahl derweil recht konstant. Mit 56 Kindern werden zwei neue Klassen gebildet. Für die meisten, 49 Kinder, war die Kodersdorfer Oberschule die Wunschschule.

Zulauf hat derweil die Oberschule Rothenburg. Voriges Jahr starteten die neuen fünften Klassen mit 44 Schülern, dieses Jahr mit 54 neuen Fünftklässlern. „Die Kapazität ist damit fast ausgereizt“, sagt Schulsekretärin Ines Rohrlapper. „Zwei freie Plätze haben wir noch“, erklärt sie. Die sind für besondere Fälle, zum Beispiel wenn Familien, die in die Gegend ziehen, einen Schulplatz für ihr Kind suchen. „Mit dem Zuspruch sind wir wirklich sehr zufrieden. Unsere Schule wird auch häufig ausgesucht, wenn Kinder vom Gymnasium an eine Oberschule wechseln wollen“, erzählt sie. Mit ungefähr 295 Schülern sei die Rothenburger Oberschule insgesamt sehr gut aufgestellt.

Nicht nur fast, sondern ganz ausgereizt sind die Kapazitäten derweil an den Görlitzer Schulen. Mehrfach schon hat das Landesamt für Schule und Bildung in der Vergangenheit erklärt, wie schwierig sich die Organisation der neuen fünften Klassen in Görlitz mittlerweile gestaltet – wegen der steigenden Schülerzahl. Die meisten Schüler nimmt wieder das Augustum-Annen-Gymnasium auf, 118 neue Fünftklässler. Voriges Jahr waren es sogar 132. Deshalb startete das Augustum-Annen-Gymnasium voriges Jahr zum ersten Mal und als Ausnahme mit sechs fünften Klassen ins Schuljahr, dieses Jahr sind es wieder fünf. Das Joliot-Curie-Gymnasium geht mit 82 neuen Fünftklässlern und drei fünften Klassen ins kommende Schuljahr, exakt dieselben Zahlen wie voriges Jahr. Das Curie-Gymnasium kann wegen seiner räumlichen Gegebenheiten nicht mehr Schüler aufnehmen.

Bei den Oberschulen ist es die Oberschule Innenstadt, die die meisten Fünftklässler aufnimmt, 106. Voriges Jahr wurden, um die Schule zu entlasten, drei statt vier Klassen aufgemacht. Dafür machten auch die drei anderen Oberschulen mit drei Klassen auf: Die Scultetus-Oberschule war davor immer zweizügig. Durch Container-Klassenzimmer hat sie voriges Jahr zusätzliche räumliche Kapazitäten bekommen, davor bekam auch schon die Oberschule Rauschwalde Schulcontainer.

Wie eng die Lage ist, zeigt nun die Klassenbildung für kommendes Schuljahr: Wieder gehen die drei Oberschulen Melanchthon, Scultetus und Rauschwalde mit drei fünften Klassen ins neue Schuljahr: die Melanchthon-Oberschule mit 77, Rauschwalde mit 80, die Scultetus-Oberschule mit 75 Kindern. Jeder Erstwunsch geht damit nicht in Erfüllung, für die Oberschule Rauschwalde gab es zum Beispiel 117 Anmeldungen, für die Scultetus-Schule 108.

Und die Oberschule Innenstadt startet im Sommer wieder mit vier fünften Klassen ins Schuljahr. „Es spiegelt die Verdichtung der Schülerzahlen der vergangenen Jahre“, sagt Schulleiter Thomas Warkus. Einerseits freut er sich, dass für viele Schüler dieses Mal die Oberschule Innenstadt die erste Wunschschule war. 52 Kinder hatten sich angemeldet, deutlich mehr als voriges Jahr. Auch vier statt drei Klassen können ihren Vorteil haben: „Wenn sie kleiner ausfallen, kann man natürlich anders mit den Kindern arbeiten.“ Auf der anderen Seite freut er sich sehr auf die neue fünfte Oberschule in Görlitz – und die Entlastung.

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