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Mobilfunk: Region Döbeln bekommt 5G

Die Telekom hat an fünf Orten im Altkreis auf den neusten Mobilfunkstandard aufgerüstet. Wann die restlichen Lücken geschlossen werden, ist offen.

So sieht der Sendemast von Vodafone in Dresden aus: Die kleinen Kästen ganz oben sind für das 5G-Netz zuständig, die Kästen daruner für LTE (4G).
So sieht der Sendemast von Vodafone in Dresden aus: Die kleinen Kästen ganz oben sind für das 5G-Netz zuständig, die Kästen daruner für LTE (4G). © Matthias Rietschel

Region Döbeln. In den Städten Döbeln, Leisnig und Roßwein sowie in den Gemeinden Ostrau und Striegistal hat sich die Mobilfunkqualität für die Kunden der Telekom verbessert. Wie das Unternehmen mitteilte, sind die Regionen mit dem neuesten Standard ausgestattet worden. Und damit bereit für die nächste Generation des Mobilfunks: 5G.

Insgesamt 20 Städte und Gemeinden im Landkreis haben von den Investitionen der Telekom in die neue Technik profitiert, das laut dem Unternehmen 100-mal schneller als die bisherige Technik LTE ist und damit selbst Übertragungen in Echtzeit ermöglicht. Neben der Region ist unter anderem auch in Geringswalde, Freiberg sowie Mittweida die Mobilfunktechnologie optimiert worden.

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Laut der Netzkarte der Telekom bleiben im Altkreis in Sachen 5G allerdings noch Lücken in und um Leisnig, Waldheim sowie den Bereich Großweitzschen. „Wir werden weiter in ganz Deutschland unsere Funkstationen auf 5G modernisieren“, äußerte sich Telekom-Sprecher Georg von Wagner auf die Anfrage, wann mit der Aufrüstung an den Standorten zu rechnen ist. 

Ab wann auch die Leisniger, Waldheimer und Großweitzschener 5G nutzen können, ist allerdings noch unklar. Einen konkreten Termin für die Stationen an den genannten Orten konnte der Sprecher nicht benennen. Möglich sei die Anpassung an 5G an den Standorten jedoch.

UTMS (3G) soll abgeschaltet werden

Doch nicht nur für die Nutzer der neuen Technik 5G habe sich die Investition an den Stationen gelohnt. „Auch die Nutzer eines modernen LTE-Smartphones profitieren, denn die Mobilfunkstation erkennt ab sofort, ob sich ein LTE- oder 5G-Handy in ihrer Funkzelle aufhält und versorgen das Handy je nach Bedarf“, informiert von Wagner. Und auch LTE werde durch die Technik-Offensive einen Schub erfahren.

Ältere Mobilfunkstandards wie GSM (2G) und UMTS (3G) sollen zunächst weiter bedient werden. „GSM wird uns weiter erhalten bleiben“, sagt Georg von Wagner. Aber: UMTS soll mittelfristig abgeschaltet werden. „Das Frequenzband, das für diesen Dienst zur Verfügung steht, haben wir bereits halbiert“, so der Telekom-Sprecher.

Mit der Nachrüstung können bisher insgesamt 16 Millionen Nutzer in Deutschland das 5G-Netz der Telekom nutzen. In über 1.000 Städten und Gemeinden steht es zur Verfügung. Ab Mitte Juli sollen weitere Standorte hinzukommen. 

„Trotz der Corona-Krise haben wir 5G ohne Umwege ausgebaut“, sagt Dirk Wössner, Chef von Telekom Deutschland. Über 12.000 Antennen seien auf 5G umgerüstet worden. Bis Jahresende sollen es über 40.000 werden.

Nach eigenen Angaben hat die Telekom bisher das größte 5G-Netz in Deutschland. Ein Blick auf die Netzkarte von Vodafone, dem zweiten großen Anbieter in Deutschland, weist noch zahlreiche Lücken in Sachen 5G auf. Mittelfristig soll sich das aber ändern, sagt Volker Petendorf, Konzernsprecher von Vodafone Deutschland. 

„Die erste 5G-Station in Mittelsachsen soll nach aktuellem Stand in Niederwiesa in Betrieb genommen werden.“ Wann dies sein wird, dazu machte der Sprecher allerdings keine konkreten Angaben.

Vodafone rüstete LTE-Netz auf

Aktuell gibt es nach Angaben von Petendorf 134 Mobilfunkstationen in Mittelsachsen. Diese werden Zug um Zug, wo immer es möglich ist, mit 5G-Antennen aufgerüstet. Die Stationen befinden sich zum Beispiel auf Masten, Aussichts- sowie Kirchtürmen, Schlössern, Burgen und Silos sowie auf Dächern öffentlicher Gebäude, wie Rathäusern. 

Bei 5G handelt es sich aus netzwerktechnischer Sicht um kein neues Netz, sondern eine Erweiterung des Bestehenden. Die Technik hat dieselben Vorteile wie LTE, bietet jedoch deutlich besser Geschwindigkeiten an.

Und auch am LTE-Netz arbeitet Vodafone weiter. Vier weitere LTE-Bauprojekte sollen noch bis Mitte 2021 in Mittelsachsen realisiert werden. So bekommen die Stationen in Frankenberg, Freiberg, Niederwiesa sowie Reinsberg zusätzliche LTE-Antennen. Dadurch sollen die Geschwindigkeiten sowie die Kapazitäten in den Versorgungsgebieten erhöht werden.

Telefónica setzt auf 5G in Städten

Bei Telefónica Deutschland konzentriert sich der Ausbau des 5G-Netzes zunächst auf die fünf größten Städte im Land Berlin, Hamburg, München, Köln und Frankfurt. Bis Ende 2021 soll die Umsetzung des Ausbaus dort erfolgt sein. Bis Ende 2022 soll das Netz in 30 weiteren Städten mit insgesamt 16 Millionen Einwohnern erschlossen werden. 

Parallel dazu wird auch vonseiten des Unternehmens der Ausbau des LTE-Netzes weiter vorangetrieben. Aufgerüstet werden dabei Standorte, die bisher nur über eine GSM (2G) oder UMTS (3G)-Technologie verfügen. 

An bereits bestehenden LTE (4G)-Standorten werde zudem die Kapazität erhöht, so Jörg Borm, Sprecher von Telefónica Deutschland. Sachsen sei hier in Sachen Ausbau des LTE-Netzes derzeit ein Schwerpunkt. 

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„Das Unternehmen hat sein O2 Mobilfunknetz in Sachsen allein im vergangenen Jahr mit vielen hundert zusätzlichen LTE-Sendern in nahezu allen Städten und Landkreisen umfangreich ausgebaut, damit die Menschen vor allem in ländlichen Regionen von einer verbesserten Netzabdeckung, höheren mobilen Datenraten sowie einer allgemein gesteigerten Netzqualität profitieren“, so Borm.

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