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65-Jährigen um 70.000 Euro betrogen

Mit immer wieder neuen Tricks versuchen Kriminelle an fremdes Geld zu gelangen. Und leider finden sie immer wieder Opfer.

Immer wieder nutzen Kriminelle fingierte Anrufe für ihre Machenschaften.
Immer wieder nutzen Kriminelle fingierte Anrufe für ihre Machenschaften. © Symbolbild: dpa/Julian Stratenschulte

Doberschau-Gaußig/Ohorn. Erheblichen Schaden haben Betrüger jetzt in zwei Fällen im Landkreis Bautzen angerichtet. Sie erbeuteten in einem Fall knapp 70.000 Euro, im anderen verlor das Opfer 850 Euro. Dabei bewiesen die Kriminellen durchaus Ausdauer. 

Zwischen August 2019 und April 2020 ist in Doberschau ein 65-Jähriger immer wieder angerufen und per Mail kontaktiert worden. Ihm wurden verschiedene Gewinnversprechen gemacht, so Polizeisprecher Kai Siebenäuger. Daraufhin eröffnete er im August 2019 einen Account auf der Tradingplattform einer vermeintlichen Firma. 

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Nach Einzahlung von 500 Euro und Trading über einen persönlichen Broker wies sein Konto zunächst vermeintliche Gewinne beziehungsweise Gutschriften auf. Dadurch animiert zahlte der Betrogene auf verschiedene Auslandskonten der Scheinfirma weitere mehrere Beträge im fünfstelligen Bereich ein. Bis Ende März 2020 betrug die Gesamtsumme auf dem Konto des Herrn über 100.000 Euro. Dabei handelte es sich um die Einzahlungsbeträge und angebliche Gewinne.

Im April wollte der Mann an sein Geld und beantragte die Auszahlung seiner Gewinne. Doch anstatt Geld auszuzahlen verlangten die Betrüger erneut Einzahlungen – die Gewinne unterlägen der Steuerpflicht. Also zahlte der Mann erneut einen  fünfstelligen Euro-Betrag auf ein Auslandskonto. Der Geschädigte erhielt bis heute keine Gewinnauszahlung.  

Jetzt ermittelt die Kripo in dem Fall. 

Gewinnversprechen über eine halbe Million

Auf ein Gewinnversprechen über eine halbe Million Euro ist eine Frau aus Ohorn hereingefallen. Sie durchschaute die übliche Masche der Kriminellen nicht. Nach einem Anruf mit er Aufforderung zu einer Gegenleistung erwarb sie Amazon-Geschenkgutscheine im Wert von 850 Euro und übermittelte die entsprechenden Code-Nummern.

 Davon offenbar ermuntert, versuchten die Täter, noch größere Beute zu machen. Sie verlangten nun eine Barzahlung von 4.500 Euro, die eine Notarin abholen sollte. Dieses Geld würde als Steuerzahlung gelten und mit dem Gewinn verrechnet werden.

Erst jetzt kamen der Geschädigten Zweifel. Sie vertraute sich ihrer Enkelin an, die wiederum die Polizei informierte. Auch in diesem Fall ermittelt jetzt die Kripo. (SZ)

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