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76-jähriger Kandidat der Linken stirbt vor der Wahl

Alexander Batzdorf saß seit 1994 im Freitaler Stadtrat. Stimmen, die am 7. Junifür ihn abgegeben werden, kommen anderen zugute.

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Kurz vor der Stadtratswahl beklagt die Freitaler Linke einen Todesfall in ihren Reihen: Nach einer Herzkrankheit ist der Kandidat Alexander Batzdorf 76-jährig verstorben. „Wir verlieren einen kompetenten, engagierten und zuverlässigen Menschen“, sagte der Stadtverbands-Chef der Linken, Roland Willing. Der Ökonom habe sich im Stadtrat insbesondere in Fragen rund um Finanzen und Haushalt eingebracht. Seit 1994 saß er in diesem Gremium.

Auf der Kandidatenliste der Linken für die Wahl am 7. Juni steht sein Name an neunter Stelle – und bleibt dort auch. Nach Rathaus-Angaben wird der Urnengang nicht verschoben. „Alexander Batzdorf kann gewählt werden und wenn er einen Sitz im Rat bekommen würde, rückt der Nächste auf der Liste nach“, sagte Stadtsprecherin Inge Nestler. Diese Darstellung wurde vom Landratsamt bestätigt. Derzeit stellt Die Linke fünf Stadträte, am 7.Juni werden elf Bewerber auf den Wahlzetteln stehen.

Linke-Chef Willing findet es nicht passend, mit einem verstorbenen Kandidaten in die Wahl zu starten. Schön und angenehm sei die Sache nicht, sagte er. Allerdings kennt das Kommunalwahlgesetz keine Alternative. Die Stadtratswahl ist eine Listenwahl, bei dem die für eine bestimmte Partei/Wählervereinigung abgegebenen Stimmen zählen. In Dresden musste dagegen vor fünf Jahren nach dem Tod einer Direktkandidatin die Bundestagswahl in einem Wahlbezirk verschoben werden. (SZ/dsz)