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Mehr Platz für Freitals Trödelprofis

Die Antik- und Trödelhalle an der Coschützer Straße platzt aus allen Nähten. "Die Beräumer" planen nun neue Verkaufsbereiche.

Der Geschäftsinhaber der "Beräumer" Jens Michalzik und Mitarbeiterin Anke Kirmse im voll gefüllten Verkaufsraum.
Der Geschäftsinhaber der "Beräumer" Jens Michalzik und Mitarbeiterin Anke Kirmse im voll gefüllten Verkaufsraum. © Karl-Ludwig Oberthuer

Puppen, Teddys, Fahrräder, Modelleisenbahnen, Teppiche, antike Möbel, Gemälde und Schallplatten - im An- und Verkauf "Die Beräumer" gibt es alles, außer Toilettenpapier, sagt Anke Kirmse und lacht: "Aber Servietten verkaufen wir auch." 

Auf einer Verkaufsfläche von rund 800 Quadratmetern bieten sie und ihr Team rund um den Geschäftsführer Jens Michalzik alles an, was bei Haushaltsauflösungen gefunden wird und sich gut verkaufen lässt. Die Halle an der Coschützer Straße 88 ist allerdings zu klein. Deshalb wird jetzt umgeplant, sagt Jens Michalzik: "Wir hatten bisher im hinteren Teil der Verkaufshalle ein Lager. Das räumen wir jetzt aus und stellen die Sachen in die gegenüberliegende Halle. Bis Weihnachten sollen dann völlig neue Verkaufsflächen hier im Laden entstehen."

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Der Eingang zur A&V-Halle an der Coschützer Straße 88 in Freital. Die Verkaufsfläche soll größer werden.
Der Eingang zur A&V-Halle an der Coschützer Straße 88 in Freital. Die Verkaufsfläche soll größer werden. © Karl-Ludwig Oberthuer

Geplant sei, ab Dezember verschiedene Bereiche hinzuzufügen. So würden eine Modeecke mit Kleidung, Schuhen und Taschen, Boxen für Bilder und Gemälde, ein Bereich für Staubsauger und Zubehör sowie eine Puppen-und Teddy-Ecke hinzukommen. Betonen möchte der Geschäftsführer in diesem Zusammenhang: "Bei der Kleidung handelt es sich überwiegend um ganz neue und noch in Folie verschweißte Sachen, die die Besitzer nie trugen."

Aktuell sei zudem die Tauschbörse für Romanhefte mit in die Halle eingezogen. Lesefreunde, können ihre Hefte dort abgeben und sich neue, gebrauchte mitnehmen.

Begonnen hat Jens Michalzik 2014. Vorher war er oft auf Trödelmärkten unterwegs. "Manchen reicht ein Auto-Anhänger, bei mir wurden es dann drei Autoladungen voll und ich beschloss, den Handel mit gebrauchten Gegenständen und Antiquitäten auszubauen. Da gab es nur den Weg über ein Beräumungsunternehmen." 

Seither räumen er und sein Team Wohnungen, Firmengebäude und Häuser in ganz Sachsen aus. Überwiegend handelt es sich dabei um Menschen, die verstorben sind, in ein Pflegeheim umziehen müssen oder sich verkleinern wollen. Die Verkaufshalle kam vor zwei Jahren hinzu. Neben Michalzik arbeiten fünf Frauen bei "Die Beräumer": "Das macht das Arbeiten leicht", sagt der Chef und: "Sie stehen den Männern in nichts nach, tragen Möbel aber natürlich nur im Rahmen ihrer Möglichkeiten." Bei den ganz schweren Objekten helfen Männer.

So sieht es jetzt im hinteren Bereich der Verkaufshalle aus. Alle Gegenstände werden jetzt umgelagert. Hier soll bis Dezember die neue Verkaufsfläche entstehen.
So sieht es jetzt im hinteren Bereich der Verkaufshalle aus. Alle Gegenstände werden jetzt umgelagert. Hier soll bis Dezember die neue Verkaufsfläche entstehen. © Karl-Ludwig Oberthuer

Da die Kosten für eine Wohnungsberäumung stark variieren würden, gibt die Firma Preise nur auf Nachfrage heraus. Diese richten sich auch danach,  ob viele Dinge weiterverkauft werden können. "Wirklich schöne Wohnungen haben wir nur zu etwa zwei Prozent", erklärt Anke Kirmse. Das meiste käme zum Sperrmüll.

Weil das Interesse an gebrauchten und antiken Gegenständen offenbar immer größer wird, haben "Die Beräumer" ihre Öffnungszeiten erweitert. Montags, dienstags, mittwochs und freitags können Kunden von 10 bis 16 Uhr trödeln und staunen, donnerstags sogar bis 18 Uhr. Künftig soll es zudem sporadisch auch am Sonnabend die Möglichkeit des Einkaufs geben. Sonderöffnungs-Tage sollen auf der Homepage und bei Facebook bekannt gegeben werden.

"Gerade heutzutage ist es doch schön, mal wieder einen alten Schmöker am Strand oder auf der Wiese zu lesen oder eine LP in den eigenen Händen zu halten", sagt Michalzik. "Wer sich Musik streamt, hat nichts in der Hand, eine Schallplatte ist aber dann sein Eigentum. Zudem sind wir tatsächlich nachhaltig", sagt er.

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