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A14: Muldebrücke kann erneuert werden

Die Landesdirektion Sachsen hat das Vorhaben bei Grimma genehmigt. Die geplante Bauzeit beträgt mehr als vier Jahre.

Trotz Baustelle soll der Verkehr auf der Muldebrücke bei Grimma in jeder Fahrrichtung zweispurig fahren können.
Trotz Baustelle soll der Verkehr auf der Muldebrücke bei Grimma in jeder Fahrrichtung zweispurig fahren können. © Dietmar Thomas

Grimma. Beim Großprojekt Muldebrücke bei Grimma geht es vorwärts. Die Landesdirektion Sachsen hat am Dienstag bekannt gegeben, dass das Bauvorhaben genehmigt worden ist. Der dafür notwendige Planfeststellungsbeschluss gegenüber dem Bauherren ist erlassen worden. 

Der Ersatzneubau der Brücke der A14 über die vereinigte Mulde bei Grimma ist ein Mammutprojekt. Die voraussichtliche Bauzeit beträgt mehr als vier Jahre. Wann damit begonnen wird, kommt nun auf die Reaktionen zum Beschluss an, wie Lutz Günther von der Pressestelle der Deutschen Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH, kurz Deges, sagt. 

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Der Beschluss werde nun für zwei Wochen öffentlich ausgelegt. Bis zu vier Wochen nach Ablauf der Auslegungsfrist kann gegen den Beschluss Klage erhoben werden. Wenn dies der Fall sein sollte, so könne für den Baubeginn kein Termin benannt werden. 

Gibt es hingegen keine Klage, so sei absehbar, dass mit den ersten vorbereitenden Arbeiten für den Ersatzneubau Ende 2021 begonnen werden könnte. Möglich sind dann zum Beispiel archäologische Grabungen und Kampfmitteluntersuchungen, sagt Günther. "Die DEGES beginnt nun mit der Ausführungsplanung für das Bauwerk und bereitet darüber hinaus die gesetzlich vorgeschriebenen europaweiten Ausschreibungen vor", ergänzt der Sprecher.

Während der gesamten Bauzeit soll der Verkehr weiter vierspurig über die A 14 geführt werden. Möglich ist das mit Behelfsunterbauten, die den neuen Überbau vorübergehend stützen werden. So kann der Bestandsbau während der Bauphase weiter genutzt werden. Steht der neue Überbau, wird der Verkehr über diesen geführt. " Nach dem Abbruch des Bestandsbauwerks wird dieser Brückenteil dann in seine endgültige Lage verschoben", erklärt Holm Felber, Sprecher der Landesdirektion Sachsen. 

Weniger Pfeiler mit mehr Abstand

Bei dem Ersatzneubau wird es sich um eine Stahlbetonbrücke handeln, die äußerlich der derzeitigen Brücke ähneln wird. Reduziert wird die Anzahl der Pfeiler, auf denen die Brücke steht. Derzeit gibt es fünf Stützen, im Ersatzneubau werden es nur noch vier sein.

"Die beiden neuen Uferpfeiler stehen zukünftig außerhalb des Mittelwasserbereiches der Vereinigten Mulde. Der Abstand der Pfeiler im Brückenfeld, das die Mulde überspannt, wird von 72 Meter auf 106 Meter erhöht", informiert Holm Felber. Durch diese Änderungen werden die ökologische Durchgängigkeit sowie der Hochwasserabfluss der Mulde verbessert.  

Bauwerk ist verschlissen

Das jetzige Bauwerk wurde 1970 errichtet und ist verschlissen. Es ist dem Lkw-Verkehr, der seit 1990 stetig zunimmt, nicht mehr gewachsen. Daher muss die Brücke mit einer Höhe von 30 Metern und einer Länge von 342 Metern nun erneuert werden. Rund 46 Millionen Euro sind dafür vorgesehen. 

"Mit dem Ersatzneubau der A14-Muldebrücke bei Grimma wird ein wichtiger Teil der Infrastruktur in Sachsen zukunftsfest gemacht", ordnet Regina Kraushaar, Präsidentin der Landesdirektion Sachsen, das Vorhaben ein. 

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