SZ +
Merken

A 4 nach Unfall für Stunden dicht

Beim Zusammenstoß von zwei Pkw am Burkauer Berg wird ein Fahrer schwer verletzt. Die Rettungskräfte hatten einen schweren Einsatz.

Teilen
Folgen

Dramatische Stunden gestern Nachmittag auf der A 4 zwischen den Anschlussstellen Burkau und Ohorn: Zwei in Richtung Dresden fahrende Pkw – ein VW Passat und ein Seat Ibiza – sind gegen 13.30 Uhr kurz hinter der Kuppe des Burkauer Berges zusammengestoßen. In der Folge habe der 63-jährige Fahrer des Seat die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren, überschlug sich und kam nach rechts von der Fahrbahn ab, teilte die Polizei mit. Augenzeugen berichteten, der Fahrer habe einen Wildschutzzaun durchbrochen und sei mehrere Meter in den Wald geschleudert worden. Er erlitt schwere Verletzungen und musste mit einem Hubschrauber in ein Krankenhaus geflogen werden. Der 37-jährige Fahrer des VW Passat konnte sein Fahrzeug stoppen und blieb laut Polizei unverletzt. Die Höhe des Sachschadens stand gestern Abend noch nicht fest. Beide Fahrzeuge mussten abgeschleppt werden.

Warum und wie es zu dem Unfall gekommen ist, war zunächst unklar. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Um den schwer verletzten Mann, einen polnischen Staatsbürger, aus dem Fahrzeugwrack zu retten, waren 13 Kameraden der freiwilligen Feuerwehren aus Burkau und Uhyst sowie des Löschzuges Großhänchen- Pannewitz im Einsatz. Den Helfern bot sich vor Ort ein erschreckendes Bild: ein zerbeulter Seat mit zertrümmerten Scheiben – und Blutspuren am silberfarbenen Lack. So etwas geht an den Feuerwehrleuten nicht spurlos vorüber – auch wenn die Autobahn für die Kameraden der Burkauer Gemeindewehr der Einsatzschwerpunkt ist. „90 Prozent unserer Einsätze sind auf der Autobahn“, sagt Gemeindewehrleiter Stefan Hentschke. Im Durchschnitt ist es monatlich ein Einsatz.

Das Technische Hilfswerk sicherte die Unfallstelle ab und sperrte die Autobahn in Richtung Dresden zwischen Burkau und Ohorn für mehrere Stunden. Erst nach 17 Uhr konnte die Autobahn für den Verkehr wieder freigegeben werden. Nach Angaben der Polizei war Burkau während der rund vierstündigen Sperrung die letztmögliche Ausfahrt. Doch viele Kraftfahrer wurden bereits in Uhyst am Taucher durch Mitarbeiter des Technischen Hilfswerkes von der A 4 geleitet. Denn in Folge des Unfalls kam es zeitweilig zu einem mehr als fünf Kilometer langen Stau. (rk/SZ)