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Abriss der Bautzener Tuchfabrik startet im Sommer

Der Schandfleck am Spreeufer soll ab Juni verschwinden. Ein Fall für Spezialisten.

Von Stefan Schramm

Der Abbruch der ehemaligen Tuchfabrik unterhalb der Alten Wasserkunst beginnt nach derzeitigem Stand am 10. Juni. Bis 15. August soll das marode Gebäude fallen. Das geht aus einer Ausschreibung hervor, die die Landestalsperrenverwaltung (LTV) Sachsen jetzt veröffentlicht hat. Demnach rechnet sie mit 7 500 Tonnen Abbruchmaterial. Teils sind gefährliche Stoffe zu entsorgen. Sie sind unter anderem im Dämmmaterial enthalten, zudem fallen zwei Tonnen asbesthaltige Faserplatten an. Auch wegen der Beseitigung von 50 Tonnen verunreinigtem Holz und 35 Tonnen teerhaltigen Produkten muss eine Spezialfirma ran.

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Allerdings könne sich der Abrisszeitraum noch verschieben, sagt LTV-Sprecherin Katrin Schöne. Die Ausschreibung ist noch nicht beendet, und die LTV hat noch kein Unternehmen beauftragt. Ist das geschehen, geht die beauftragte Firma erst in die Ausführungsplanung. Zudem muss das Landratsamt noch den bereits beschlossenen Haushalt der Stadt genehmigen, in dem die Investitionssumme für das Tuchfabrik-Projekt mit knapp 200 000 Euro angegeben ist. „Ich gehe davon aus, dass der Zeitrahmen trotzdem zu halten ist“, so Stadtsprecher André Wucht.

Die LTV ist verantwortlich für den Abbruch und die Herstellung jener Flächen, die künftig aus Gründen des Hochwasserschutzes nicht genutzt werden können. Die Stadt lässt dagegen die Stützmauer sanieren und den geplanten Parkplatz bauen. Wann diese Arbeiten beginnen, steht noch nicht fest, weil der LTV-Zeitplan der Stadt erst seit gestern vorliegt. Geplant war, dass Stadt und LTV vor der Ausschreibung zunächst einen Vertrag abschließen, der den Abriss des auf einem städtischen Grundstück stehenden Gebäudes durch die LTV sowie die Nachnutzung der Flächen regelt. „Das hat die LTV schlicht vergessen“, erklärt André Wucht. Die Ausschreibung ist deshalb schon online, obwohl es den Vertrag noch nicht gibt. „Das lässt sich aber dennoch alles regeln“, so Wucht weiter.

Über Details wollen sich Stadt und LTV noch verständigen. „Alle Bereiche oberhalb der Stützmauer werden von der Stadt erst nach Abschluss des Abbruchs hergestellt, hier erfolgt mit der LTV derzeit eine Abstimmung des künftigen Höhenniveaus“, teilt Falko Wendler, Amtsleiter des Hoch- und Tiefbauamts, mit. Bei den Planungen rund ums künftige Geländeprofil spielt der Hochwasserschutz eine wichtige Rolle.