merken

Dippoldiswalde

Absage an Musiker ist zu eng gedacht

SZ-Redakteur Maik Brückner über Glashüttes Sorge um Wahlwerbung.

© M: SZ

Es ist toll, dass sich Leute in ihrer Freizeit für andere engagieren. Darauf hat man in Glashütte lange warten müssen. Hätte es schon vor acht Jahren den Freizeit- und Kulturverein gegeben, gäbe es vielleicht noch das Kulturhaus. Damals fand sich niemand, der dessen Saal mieten wollte. Nun gibt es den Verein. Und dieser hat schon zu mehreren Veranstaltungen eingeladen. Als Nächstes war ein Blasmusikkonzert geplant. Es sollte zum Stadtfest stattfinden. Eine gute Idee, fand man auch im Rathaus. Dort hat man nun Vorbehalte, weil im Verein ein paar Glashütter aktiv sind, die sich auch in einer Wählervereinigung engagieren und schon vor fünf Jahren versucht haben sollen, auf dem Stadtfest Wahlwerbung zu machen. Der Bürgermeister befürchtet, dass sich das wiederholen könnte und verzichtet auf eine Zusammenarbeit. Das ist zu eng gedacht. Zum einen sind es doch immer dieselben, die sich engagieren. Da kommt es schon mal vor, dass ein Vereinschef auch zu den Köpfen einer Wählervereinigung gehört. Zum anderen hätte die Stadt das Konzert mit Auflagen belegen und diese öffentlich benennen können. Vor allem sind die Bürger selbst in der Lage zu beurteilen, ob sich der Verein für Wahlwerbung missbrauchen lässt.

Sie möchten wissen, wie es weitergeht?

Mit Sächsische.de im Abo lesen Sie die Geschichten aus Dresden und Ihrer Region, die Sie sonst verpassen!

Plus-Abo

Vorteilsangebot

  • Sofortige Freischaltung
  • Sofort Zugriff auf alle Inhalte
  • Monatlich kündbar

1. Monat gratis

danach 9,90€/mtl.

Abo auswählen

Sie sind bereits Digital-Abonnent? Hier anmelden