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Großenhain

Kein Zusatzschild für sicheres Radeln

Die Verkehrsbehörde hat den Wunsch aus Wildenhain vorerst verworfen. Gibt es trotzdem noch eine kleine Chance?

Ein solches Zusatzschild hätten die Wildenhainer gern an der B 98 aufgestellt. Doch die Verkehrsbehörde hat das jetzt verworfen.
Ein solches Zusatzschild hätten die Wildenhainer gern an der B 98 aufgestellt. Doch die Verkehrsbehörde hat das jetzt verworfen. © Kristin Richter

Wildenhain. Es war ein tragischer Unfall vor anderthalb Jahren nahe Moritzburg/Weinböhla. Ein betrunkener Transporter-Fahrer hatte einen 54-Jährigen auf der S 81 auf seinem Fahrrad übersehen. Der Mann verstarb an seinen Verletzungen, und die Debatte um die Sicherheit von Radfahrern im Straßenverkehr eskalierte. Die Forderung nach einem sicheren Radweg in diesem Bereich blieb bislang unerfüllt. Dafür wurden aber an mehreren Stellen Schilder aufgestellt: "Abstand für mehr Sicherheit" fordern sie die motorisierten Verkehrsteilnehmer gegenüber Radlern auf.

Eins oder mehrere solcher Schilder hätten auch die Wildenhainer gern auf der B 98 aufgestellt. In der Ortschaftsratssitzung Anfang Februar kam das Thema zur Sprache.  Begründung: Die Bundesstraße ist stark befahren, hat mehrere Kurven in Richtung Großenhain, wird unter anderem von Schülern auf dem Weg zum Unterricht genutzt - und hat keinen Radweg.

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Kai Czyszke, Verbindungsmann des Rathauses für den Großenhainer Ortsteil, überbrachte am Dienstag die eher ernüchternde Nachricht. Die Verkehrsbehörde habe das Ansinnen überprüft und sei zur Erkenntnis gekommen, dass ein solches Schild nicht aufgestellt werden kann. "Es ist kein Zeichen im Sinne der Straßenverkehrsordnung", so die Begründung. Allerdings soll jetzt auch das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) dazu noch gehört werden. 

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