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Abwasser-Pumpwerk für Bosch wächst

Die Stadtentwässerung errichtet in Rähnitz eine große Anlage. Was dort in den nächsten Monaten geschieht.

Der Rohbau des neuen Pumpwerks an der Radeburger Straße im Untergrund steht.
Der Rohbau des neuen Pumpwerks an der Radeburger Straße im Untergrund steht. © Marion Doering

Dresden. Der Boschkonzern baut im Rähnitzer Gewerbegebiet Airportpark eine Chip-Fabrik, in der rund 700 Jobs entstehen sollen. Etwa eine Milliarde Euro werden dafür investiert. Nach einer Anlaufphase soll dort Ende 2021 die Pilotproduktion von Mikrochips beginnen. Dresdens Ver- und Entsorgungsunternehmen arbeiten intensiv daran, die nötigen Anschlüsse für das Gewerbegebiet herzustellen.

So hat die Stadtentwässerung im vergangenen Jahr eine 330 Meter lange Abwasserleitung im Gewerbegebiet Rähnitz verlegen lassen, um das Boschwerk anzuschließen. Die Abwasser-Anschlüsse sind fertig, teilt Projektleiter Rainer Aurin von der Stadtentwässerung mit. Parallel dazu hatte auch der Bau eines neuen, leistungsfähigen Abwasserpumpwerkes direkt neben dem alten an der Radeburger Straße begonnen. Mit rund einer Million Kubikmeter fällt dort künftig jährlich die zehnfache Abwassermenge als bisher an.

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Jetzt ist ein erster Schritt geschafft, erläutert der Projektleiter. Der Rohbau im Untergrund steht. Er war in einer Baugrube errichtet worden, deren Wände mit 10,5 Meter langen Stahlbeton-Bohrpfählen gesichert wurden. Der Rohbau ist knapp 24 Meter lang und neun Meter breit. Demnächst beginnen der Hochbau und auch der Einbau von ersten Ausrüstungsteilen im Unterteil. Dazu gehören unter anderem Metalltreppen und Podeste, die künftig als Zugang zu den Armaturen nötig sind, erklärt der Projektleiter. „Bis jetzt läuft alles ganz gut. Wir haben noch keine Verzögerungen.“

Bis zu zehn Bauleute arbeiten derzeit an dem Pumpwerk. “Es werden künftig aber viel mehr werden, wenn die Ausrüstung eingebaut wird“, sagt er. Diese Arbeiten beginnen im Sommer.

Installiert werden vier elektrische Pumpen mit einer Leistung von jeweils 55 Kilowatt. So ist das Pumpwerk künftig in der Lage, 140 Liter Abwasser je Sekunde vom Gewerbegebiet mit dem Boschwerk über Steigungen weiter ins zentrale Kanalnetz in Richtung Klärwerk Kaditz zu befördern.

Geplant ist, dass das Pumpwerk im November dieses Jahres den Probebetrieb aufnimmt. Bis Jahresende sollen auch die Außenanlagen wieder begrünt und gestaltet sein. Im kommenden Jahr wird noch ein Schacht für Absperrschieber gebaut, nennt Aurin den nächsten Schritt. So können die Abwasseranschlüsse zu umliegenden Pumpwerken gesteuert werden. Das alte Pumpwerk wird später teilweise abgerissen.

Die Stadtentwässerung investiert für den neuen Kanal und das große Pumpwerk rund 7,5 Millionen Euro.

Auch die Drewag hatte bereits ab 2018 Leitungen verlegt und Anlagen errichtet. In einem ersten Abschnitt hatten die Stadtwerke binnen eines Dreivierteljahres bis März 2019 an der Wilschdorfer Landstraße ein Schalthaus für den 20-Kilovolt-Mittelspannungsanschluss des Gewerbegebiets errichtet. Je nach Bedarf im Gewerbegebiet können drei Transformatoren mit jeweils 40 Megavoltampere folgen, um weitere Großbetriebe mit Strom versorgen zu können. Verlegt wurden zudem Strom-, Gas und Wasserleitungen.

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