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Abwasserbetrieb aufgelöst

Die Büroräume in Reichstädt sind gekündigt. Die Mitarbeiter kommen mit ins Dippser Rathaus. Aber in dem Bereich sind noch mehr Probleme aufzuarbeiten.

In diesem Bürohaus in Reichstädt hatte der Abwasserbetrieb der Stadt Dippoldiswalde viele Jahre seine Büros. Diesen Sommer ziehen die Mitarbeiter um.
In diesem Bürohaus in Reichstädt hatte der Abwasserbetrieb der Stadt Dippoldiswalde viele Jahre seine Büros. Diesen Sommer ziehen die Mitarbeiter um. © Karl-Ludwig Oberthuer

Zum Jahreswechsel hat die Dippser Oberbürgermeisterin Kerstin Körner (CDU) im Abwasserbetrieb der Stadt die Notbremse gezogen. Sie hat den Betrieb aufgelöst und in die Stadtverwaltung eingegliedert. Die Finanzverantwortliche Cornelia Eichler ist jetzt dafür verantwortlich. Sie löste den früheren Betriebsleiter Axel Ilius ab. „Sie ist mit ihrem Team derzeit dabei, die Rückstände im Betrieb aufzuarbeiten“, informierte die Oberbürgermeisterin. Cornelia Eichler hat mit dem Thema Abwasser schon Erfahrungen. Früher war sie beim damaligen Abwasserzweckverband, dem Vorgänger des jetzigen Betriebs, für die Finanzen verantwortlich.

Im Juli oder August wird der Betrieb aus seinen jetzigen Räumen in Reichstädt ausziehen. Die Mitarbeiter werden dann im Rathaus und im Seitenflügel des Kulturzentrums ihre Arbeitsplätze bekommen. Die Mietverträge sind gekündigt. Die kaufmännischen Mitarbeiter werden in die Finanzverwaltung eingegliedert, die Klärwärter in den städtischen Bauhof, teilte Körner weiter mit.

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Jahresabschlüsse fehlen

Bisher fehlen auch noch viele Jahresabschlüsse. Der für 2016 wird derzeit geprüft. Das Jahr 2017 ist in Arbeit. Und die Abschlüsse für 2018 und 2019 sollen bis Oktober auch aufgestellt werden. Diese Abrechnungen sind im Abwasserbereich besonders wichtig, weil auf dieser Grundlage die Abwassergebühren kalkuliert werden. Das muss von Gesetz wegen in regelmäßigen Abständen neu gemacht werden. Daher steht die Stadt in diesem Punkt unter Zeitdruck. Zum letzten Mal sind die Gebühren vor fünf Jahren neu kalkuliert worden. Das ist jetzt erneut an der Reihe und die Stadt benötigt dafür eine solide Grundlage.

Der städtische Abwasserbetrieb ist aus dem Abwasserzweckverband "Einzugsgebiet der Talsperre Malter" hervorgegangen, dem bis 2014 die Stadt Dippoldiswalde und die Gemeinde Schmiedeberg angehörten. Nach der Eingemeindung von Schmiedeberg war kein Verband mehr nötig, und er wurde zum Eigenbetrieb umgewandelt.  

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