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Abwassergebühr geändert

Der Zweckverband Muldental rechnet jetzt nach Wohneinheiten ab. In Klingenberg bringt’s Entlastung.

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Von Ute George

Seit diesem Monat gibt es im gesamten Abwasserzweckverband Muldental (AZV) einheitliche Grundgebühren, die nun nach Wohneinheiten berechnet werden. Für Mieter und Eigentümer in den bislang vier Teilgebieten des Verbands bedeutet das einige Veränderungen, was die Kostenhöhe betrifft. Laut Christian Rüdiger, Geschäftsleiter des AZV, wurde eine einheitliche Grundgebühr von 78 Euro je Wohneinheit festgelegt.

Im Jahr 2004 gliederte der AZV „Muldental“ den AZV „Mittleres Bobritzschtal“ ein. Die Bürger in beiden Verbandsgebieten wurden unterschiedlich hoch zur Kasse gebeten, auch bei der Grundgebühr. Im Altgebiet des AZV „Muldental“ wurde nach Wasserzählergröße abgerechnet. In einem Wohnblock teilten sich die Mieter diese Gebühr, die Besitzer eines Einfamilienhauses mussten diese in vielen Fällen in gleicher Höhe allein zahlen.

Im Altgebiet des AZV „Mittleres Bobritzschtal“, zu dem die Gemeinde Bobritzsch-Hilbersdorf (ohne den Ortsteil Hilbersdorf), die Klingenberger Ortsteile Colmnitz, Friedersdorf, Klingenberg, Pretzschendorf und Röthenbach sowie der Frauensteiner Stadtteil Burkersdorf gehören, lag die Grundgebühr bisher bei 96 Euro pro Wohneinheit. Bürger in diesem Gebiet werden also ab diesem Jahr bei den Grundgebühren finanziell entlastet.

Für Bürger der Stadt Großschirma, der Gemeinde Halsbrücke (außer dem Gebiet der ehemaligen Gemeinde Niederschöna), des Ortsteils Hilbersdorf, des Stadtteils Kleinwaltersdorf und Halsbach würden nunmehr die Grundgebühren nicht mehr nach der Zählergröße berechnet.

In Mehrfamilienhäusern in diesem Gebiet muss künftig also eine höhere Grundgebühr gezahlt werden, da jede einzelne Wohnung abgerechnet wird. Für Mieter oder Eigentümer von Einfamilienhäusern vermindert sich laut Rüdiger die Grundgebühr um etwa 14 Euro pro Jahr. Die einheitlichen Verbrauchsgebühren für Schmutzwasser betragen seit diesem Jahr 2,97 pro Kubikmeter, für Niederschlagswasser 45 Cent pro Kubikmeter, informierte Rüdiger weiter. (FP)