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Abwasserverband Malter erhöht Preise

Dipps/Schmiedeberg. 2008 gehen Grundgebühr und die Kosten für Regenwasser heftig hoch.

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Von Franz Herz

Den Bürgern in Dippoldiswalde und Schmiedeberg steht im Januar eine deutliche Gebührenerhöhung beim Abwasser bevor. Die Grundgebühr beim Abwasserzweckverband „Einzugsgebiet der Talsperre Malter“ (AZV) soll für kleine Anschlüsse wie Ein- und Zweifamilienhäuser von fünf auf neun Euro steigen. Die Gebühr für Regenwasser, das in einen öffentlichen Kanal fließt, beträgt jetzt 17 Cent pro Quadratmeter bebauter Fläche. Sie soll auf 30 Cent steigen. Das erklärt AZV-Geschäftsführer Uto Böhme. Eine solche Empfehlung ist auf einer gemeinsamen Klausurtagung von Dippser und Schmiedeberger Abgeordneten beschlossen worden.

Karl-Günter Schneider (CDU), Verbandsvorsitzender und Bürgermeister von Schmiedeberg, sagt: „Die endgültigen Gebühren beschließt erst die Verbandsversammlung.“ Diese besteht aus Dippser sowie Schmiedeberger Vertretern und wird voraussichtlich am 19. Dezember tagen.

Der Zweckverband berechnete dieses Mal schon nach zwei Jahren seine Gebühren neu. Normalerweise passiert das erst nach drei Jahren. Jetzt musste er ohnehin kalkulieren, weil er ab 2008 auch Fäkalien entsorgt. Der Verband steht finanziell unter Druck, daher überarbeitet er auch die Gebühren.

Ihm laufen sowohl die Regenwasserkosten als auch Kunden davon. Beim Regenwasser rechnete AZV-Geschäftsführer Uto Böhme schon 2005 damit, dass sie steigen werden, allerdings nicht so schnell. Reparaturen an alten Kanälen schlagen heftiger zu Buche, als er seinerzeit angenommen hat: „Vor allem in Dippoldiswalde haben wir viele Reparaturen an Regenwasserkanälen, die nicht geplant waren“, sagt Böhme.

Der Einwohnerrückgang ist ein weiterer Grund für die Steigerung. „Rund 900 Einwohner haben wir seit 2002 verloren, über 300 in Dipps und 500 in Schmiedeberg“, sagt Schneider. Die Kosten für Kläranlage und Kanäle sinken aber nicht, sondern verteilen sich auf diejenigen, die bleiben. Und die haben entsprechend mehr zu zahlen.

Außerdem gab es während des Umbaus der Kläranlage zweimal technische Probleme. Dabei floss zu schmutziges Wasser in die Weißeritz. Dafür muss der AZV eine erhöhte Abgabe bezahlen. Er kalkuliert mit 114000Euro. „Wir sind zwar dagegen in Widerspruch gegangen. Aber der ist noch nicht entschieden“, sagt Böhme.