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Abzocke per Internet

Ein 30-Jähriger hatte bei Ebay 42 iPads angeboten, aber nicht geliefert. Seinen Ausreden glaubte das Gericht nicht.

In einem Berufungsverfahren hat das Görlitzer Landgericht das Urteil des Amtsgerichtes gegen Mike Marks* aufgehoben und den 30-Jährigen zu 24 Monaten Haft wegen gewerbsmäßigen Betruges verurteilt. Damit hat das Berufungsgericht zwar das erste Urteil um elf Monate reduziert, den Tatvorwurf aber bestätigt. Den Ermittlungen nach bot Mike Marks mindestens 42 iPads über Ebay-Kleinanzeigen an. Den Verkaufspreis kassierte er über Vorkasse. Eine Lieferung war aber nie vorgesehen. Damit hatte er einen Schaden von etwa 9 000 Euro verursacht, was das Amtsgericht mit 35 Monaten Haft verurteilte.

Schon in der ersten Instanz argumentierte die Verteidigung damit, dass Marks im Auftrag eines unbekannten Dritten handelte. Einige Prozesstage und mehrfache Befragungen eines Polizeibeamten waren nötig, um Marks den gewerbsmäßigen Betrug nachzuweisen. Dazu kam, dass dessen Lebensgefährtin auf die gleiche Art und Weise Geld verdiente. Mike Marks ist zudem schon mehrfach und auch einschlägig vorbestraft. Aber auch in der Berufungsverhandlung ging die Verteidigung davon aus, dass ihr Mandant bei allen Transaktionen ja seinen tatsächlichen Namen und die Kontoverbindung seiner damaligen Lebensgefährtin angegeben hatte. Damit wollte die Verteidigung ihren Antrag auf eine Bewährungsstrafe durchsetzen. Das Landgericht ging darauf aber nicht ein. (jrs)

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* Name von der Redaktion geändert