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Acht Bewerber für acht Kitas

Letzte Woche ist die Frist abgelaufen. Nun ist bekannt, wer alles Interesse hat. Das wird eine spannende Entscheidung.

Von Franz Herz

Wie es der Zufall will, haben sich für die acht Kindereinrichtungen, für welche die Stadt Dippoldiswalde jetzt Freie Träger sucht, auch genau acht Bewerber gemeldet. Es sind alles bekannte Namen. Selbst der kleinste Bewerber, die private Kita Zwergenland in Reinholdshain, ist in Dippoldiswalde kein Unbekannter. Das Zwergenland ist von Heike Mayer, der Leiterin der Kita Oberhäslich, und ihrem Mann privat aufgebaut worden. Nun ist es nicht überraschend, dass sie beide Einrichtungen künftig gemeinsam betreiben wollen. Also hat sie sich um Oberhäslich beworden. Damit steht sie im Wettbewerb mit vier Wohlfahrtsverbänden, die ebenfalls Interesse an Oberhäslich bekundet haben. Zwei Verbände haben sich gleich um alle acht Kindertagesstätten beworben, der Deutsche Kinderschutzbund und die Lebenshilfe Pirna-Sebnitz-Freital. Die anderen Bewerber haben eine Auswahl getroffen, die in manchen Fällen regional ausgerichtet ist oder sich daran orientiert, wo ein Verband bisher schon tätig ist. So hat das Rote Kreuz seine Bewerbungen auf das Umfeld von Dippoldiswalde konzentriert. Die Diakonie hat sich um die Kita Obercarsdorf und die Horte Schmiedeberg sowie Reichstädt beworben. In Reichstädt ist sie ja bereits für die Kita Schlossspatzen verantwortlich.

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Die Bewerber sind allesamt schon auf dem Feld der Kinder- und Jugendhilfe in der Region aktiv. Der Kinderschutzbund betreibt das Familienzentrum in Dippoldiswalde und die Bürgerhilfe eine sozialpädagogische Wohngemeinschaft in Kipsdorf. Der Arbeitersamariterbund hat die Ganztagsbetreuung der Schule für Lernbehinderte in Obercarsdorf und mehrere Kitas in Pirna. Die Arbeiterwohlfahrt betreibt ein Kinderheim in Freital mit einer Außenwohngruppe in Waldidylle, und die Lebenshilfe führt schon die heilpädagogische Kita „Glückskäfer“ in Dippoldiswalde.

Nun haben die Verantwortlichen bei der Stadt Dippoldiswalde die Qual der Wahl. Die Bewerbungsunterlagen werden jetzt in der Verwaltung auf Vollständigkeit geprüft. Wenn noch etwas fehlt, wird das nachgefordert, informierte Irena Hoffmann. Sie ist Hauptamtsleiterin der Stadt und für die Kindereinrichtungen verantwortlich. Anschließend gehen die Bewerbungen an die betroffenen Einrichtungen, an die Elternräte und an den Personalrat der Stadt. Die können sich die Vorstellungen der Bewerber ansehen und sollen dann eine Empfehlung abgeben.

Die Entscheidung selbst liegt bei den Stadträten. Sie werden sich die Bewerbungen auch ansehen und müssen dann festlegen, an wen sie welche Einrichtung übergeben wollen.

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