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Acht Görlitzer Jungs haben Spaß auf der Bühne

Die Band „Message of Jah“ spielt am Sonnabendzum ersten Mal in der Kultur-Brauerei in Görlitz.

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Von Jenny Ebert

Bei den Jungs der Band „Message of Jah“ herrscht gute Stimmung, alle schwatzen durcheinander. Zu acht sitzen sie dicht gedrängt auf dem Sofa in ihrem Proberaum im Görlitzer Stadtteil Rauschwalde und erzählen aufgeregt von ihrer Band und dem Auftritt am kommenden Sonnabend. Denn da präsentieren sie ihre Ska-, Reggae- und Rockmusik zum ersten Mal in der Landskron-Kulturbrauerei bei der Musiknacht „Winterrock-Session“.

Und dieser Auftrittsort sei für Görlitzer Nachwuchsbands nicht irgendeiner. „Das ist eine sehr wichtige Location“, erklärt Samson Naumann, „in Görlitz ist es mit die größte und alle Bands wünschen sich, dort einmal spielen zu dürfen.“

Über 20 Auftritte haben die Jungs schon hinter sich, aber Samuel Maiwald-Immer gibt zu, schon ein bisschen aufgeregt zu sein: „Jetzt natürlich noch nicht zu sehr, aber direkt vorm Auftritt ganz bestimmt.“

Erster Auftritt in Weißwasser

„Message of Jah“ gibt es seit dem Sommer 2006. Samson Naumann, Samuel Maiwald-Immer und Stefan Opitz haben sich damals ganz spontan zusammengefunden, als ein Auftritt bei einem Konfirmandengottesdienst in Weißwasser anstand.

„Damals hatten wir noch nicht mal einen Namen, das war alles sehr kurzfristig“, erzählt Samson lachend. Wenige Wochen später fanden sich dann die restlichen vier Jungs und zum Görlitzer Altstadtfest 2006 war die Band komplett. „Wir kannten uns schon zum großen Teil“, sagt Christian Leukner.

Er war es auch, der den Namen der Gruppe fand, wie er stolz erzählt: „Wir sind alle gläubig und wollten Gott gern im Namen haben. ,Jah’ kommt aus der Reggaesprache und ,Nachricht von Gott’ als Name ist doch was Schönes.“ Auch in den Liedern der Jungs spielt der Glaube eine große Rolle, wie sie erzählen.

Musik und Text stammen aus den Federn der Bandmitglieder, die Hälfte der Jungs hat das Komponieren und Texten unter sich aufgeteilt. „Wir haben ja fast alle Musikunterricht gehabt, die meisten von uns auch jetzt noch“, erklärt Christian.

Jeden Sonnabend wird geprobt. 15 Lieder hat die Band bereits im Repertoire. Bei ihrem Konzert in der Kultur-Brauerei sollen auch alle zu hören sein. „Wir sollen als letzte Band an diesem Abend auftreten, also quasi als die Hauptband“, rufen mehrere der Jungs lachend und stolz durcheinander. „Das ist genau das, was wir wollen, Spaß an der Musik haben und auf der Bühne stehen“, sagt Samuel.

Im Juni nach Bratislava

Mittlerweile hat „Message of Jah“ Einladungen zu Auftritten im ganzen Bundesgebiet, erklärt Bertram Oertel, der seit einiger Zeit das Management übernommen hat: „Im Juni fahren wir nach Bratislava zu einer kirchlichen Veranstaltung, wo hunderte Menschen hinkommen und internationale Bands spielen.“

Aber jetzt freuen sich die Sieben erstmal auf den Sonnabend. Extra für diesen Auftritt holen sie sich einen achten Mann ins Boot: Jonas Naumann wird für die Percussion zuständig sein. „Das finden wir einfach cool und es soll ja ein toller Auftritt werden“, erklärt Samuel. Und Christian ruft: „Wir sind eben eine etwas verrückte Band. Aber das macht doch nichts, oder?“