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Acht Leute braucht es zum Tanzen

Das erste Tanzfest im Kloster Altzella zog die Besucher in seinen Bann.

Von Frank Klinger

Die Irish Set-Dancers aus Obergruna haben sich 2011 gegründet, und dann erst einmal ein Jahr lang die irischen Volkstänze trainiert, denn darum dreht es sich beim Set-Dance. In Kriebstein präsentierten sie sich 2012 zum Talsperrenfest zum ersten Mal der Öffentlichkeit. „Man darf Set-Dance aber nicht mit dem bekannteren Line-Dance verwechseln“, erklärte Sonja Hanske, die Übungsleiterin der Gruppe, die sich „Irish Mood“, also „irische Stimmung“, nennt.

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Stimmung verbreiteten die Mitglieder der Gruppe am Sonnabend beim Tanzfest auf dem Klostergelände in Altzella, das sie selbst organisierten. „Wir wollen einfach Spaß und Freude am Leben vermitteln“, meinte Sonja Hanske und steckte ihre Daumen unter die Hosenträger. „Beim Set-Dance müssen immer mindestens acht Leute mitmachen, je vier Damen und vier Herren. Leider haben wir bei uns nicht genügend Männer, deshalb improvisieren wir eben und ich übernehme einen der männlichen Parts“, sagte sie lachend und eilte schon zum nächsten Auftritt.

Aber nicht nur die Obergrunaer tanzten am Sonnabend in der Galerie des Klosters und dem kleinen Podium auf der angrenzenden Wiese, sie hatten sich zu ihrem Fest auch Gäste eingeladen, wie zum Beispiel die Frankenberger Breakdancer der „Broken Beat Crew“. „Wir gehören zum Verein Welttheater in Frankenberg und haben die irischen Obergrunaer kennengelernt, als unsere beiden Vereine bei einem Wettbewerb des Landkreises gewonnen haben“, erläuterten die Frankenberger. „Erst haben sie uns besucht und jetzt sind wir bei ihrer Veranstaltung zu Gast.“

Auch Line-Dance gab es im Kloster zu sehen, präsentiert von den Großschirmaern „Wild Mustangs“, die übrigens von einer Postangestellten trainiert werden. „Diese Vielfalt wollten wir hier haben, und das haben wir auch geschafft. Den Gästen gefällt es“, freute sich Sonja Hanske noch etwas außer Atem, „und wir hatten ein Riesenglück mit dem Wetter. So viel Sonnenschein war gar nicht angesagt.“

Das sah auch Besucherin Cornelia Böhme aus Brand-Erbisdorf so, deren elfjährige Tochter mit ihrem Rope-Skipping-Team für sportliche Einlagen sorgte. Nur zum Schauen waren Annett Westermann und Hendrik Grünert aus Rossau nach Altzella gekommen. „Eine schöne Sache, eine bunte Mischung, auch bei den Zuschauern ist von Jung bis Alt alles vertreten“, meinten sie. „Hier sind verschiedene Tanzformen zu sehen, auch die Musik dazu kommt aus vielen Stilrichtungen“, stellten Gitta und Matthias Krug aus Großschirma fest, „die Wilden Mustangs aus unserem Ort kennen wir ja, aber die anderen Gruppen sind auch sehr interessant. Die Veranstaltung ist sehr abwechslungsreich.“

Für Abwechslung sorgte auch die Dresdener Gitarrengruppe und der Moderator Sir John McBarley alias Jan Deicke, der nicht nur von einem Tanz zum anderen überleitete, sondern mit britischem Akzent lustige Geschichten von Engländern, Schotten und Iren zum Besten gab.

Dass es zwar mindestens acht Leute zum Set-Dance braucht, aber die Zahl der Teilnehmer nach oben offen ist, zeigte sich zum Abschluss des Festes, als die Tänzer gemeinsam mit den Gästen tanzten.