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Neue Wohnungen im Villenviertel

Jahrelang stand ein Gebäude an der Bautzener Mättigstraße leer und verfiel. Nach der Sanierung können dort bald die ersten Mieter einziehen.

© Carmen Schumann

Von Carmen Schumann

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Bautzen. Der Rundblick vom Balkon der Wohnung im Dachgeschoss ist grandios. Deshalb ist diese bereits als eine der ersten vermietet worden. Die ersten Mieter ziehen am 1. März in das stattliche Jugendstilgebäude Mättigstraße 22 ein. Und auch für einige weitere der insgesamt acht neu entstandenen Wohnungen sind die Mietverträge bereits abgeschlossen. Der Innenausbau aller Wohnungen läuft zurzeit auf Hochtouren. Dabei werden natürlich zuerst die Wohnungen berücksichtigt, die bereits in festen Händen sind.

Bauleiter Peter Frank ist sehr froh, dass der Winter bislang recht mild war, so habe man die Sanierung der Außenhülle weiterführen können. In Kürze sollen die letzten Gerüstteile fallen. Momentan werden sie noch benötigt, um Restarbeiten an der Fassade zu erledigen. Erst vor wenigen Tagen sind die neuen Balkons an der Westfassade angebaut worden. Und die Dachsanierung, mit der im Oktober begonnen wurde, ist im Januar abgeschlossen worden.

Diese Arbeiten erledigte die Firma G.M.V. Dachbau aus Melaune. Deren Chef Martin Gläser ist sehr stolz auf das Geschaffene. Denn der Dachstuhl war nach einem durch Brandstiftung gelegten Feuer im Jahr 2011 beschädigt und danach nur notdürftig mit Planen gesichert worden. „Wir haben uns Stück für Stück vorangearbeitet und dabei darauf geachtet, dass das Dach immer geschlossen blieb“, sagt Martin Gläser.

Spuren von Vandalismus

Und auch die Sanierung der Holzveranden, die für die Villengegend im Osten der Stadt Bautzen typisch sind, wurde von Martin Gläsers Firma übernommen. Die Hölzer seien schon sehr stark angegriffen gewesen. Teilweise konnte man einen Schraubenzieher durch die Balken durchstoßen. Die schadhaften Hölzer wurden ausgetauscht, andere in Ordnung gebracht. Die Holzteile wurden gestrichen und Schutzbleche an den oberen Balken angebracht. Von innen wurden die Veranden mit einer Dämmung versehen.

Früher waren die Wintergärten separate Räume, jetzt wurden sie an die Wohnräume angegliedert. Blickfänge an der Fassade des Hauses sind die Fensterläden an der Ost- und an der Südseite, welche die Schauseiten bilden. Die Fensterläden wurden im gleichen Grünton gestrichen, wie die Veranden und die Hauseingangstür, die sich auf der Haus-Rückseite befindet.

Wie Bauleiter Peter Frank sagt, liefen die Planung und die ersten Arbeiten teilweise parallel. Mit Grausen denkt er daran zurück, wie viel Schutt und Spuren von Vandalismus zunächst beseitigt werden mussten. Denn nach dem Auszug der letzten Mieterin im Jahr 2000 hatten sich Unbefugte drinnen zu schaffen gemacht. Doch ehe überhaupt der erste Handschlag am Gebäude getan werden konnte, mussten die komplizierten Eigentumsverhältnisse mit einer weit verstreuten Erbengemeinschaft geklärt werden.

Zunächst wurde das Gebäude ringsum trockengelegt. Die künftigen Mieter bekommen jeder einen großen Kellerraum. Und auch die insgesamt acht Drei- und Vierraumwohnungen sind sehr großzügig und komfortabel gestaltet. Zu den Forderungen der Denkmalpflege gehörte der Einbau von Holzfenstern sowie die denkmalgerechte Gestaltung des Hausflurs.

Bis Ende Mai soll dann auch die Gestaltung der Außenflächen abgeschlossen sein. Leider können aus Platzmangel nur vier Pkw-Stellplätze eingerichtet werden.