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Achtspuriger Ausbau der A4 soll beginnen

Der Bund gibt grünes Licht für die breitere Autobahn zwischen Nossen und Bautzen. Die Planungen können losgehen.

Zwischen Dresden-Nord und Bautzen-Ost soll die Autobahn um jeweils eine Spur verbreitert werden.
Zwischen Dresden-Nord und Bautzen-Ost soll die Autobahn um jeweils eine Spur verbreitert werden. © SZ/Uwe Soeder

Dresden. Die Planungen für einen acht- bzw. sechsstreifigen Ausbau der Autobahn A 4 zwischen dem Autobahndreieck Nossen und Bautzen-Ost können starten. Das Bundesverkehrsministerium hat dieses Projekt in den Verkehrswegeplan aufgenommen, teilte Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) am Freitag mit.

„Das ist für Sachsen eine großartige Nachricht“, sagte Dulig. „Wir haben beharrlich daran gearbeitet, den Bund als Eigentümer der Autobahnen davon zu überzeugen, dass diese Maßnahmen in die Verkehrsinfrastruktur dringend notwendig sind.“ Ein Aufschieben auf den nächsten Verkehrswegplan wäre unverantwortlich gewesen, auch im Hinblick auf den Strukturwandel in der Lausitz, so Dulig. Ausschlag habe die überdurchschnittliche Zunahme des Schwerlastverkehrs auf der Autobahn gegeben.

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Beantragt wurden ein achtspuriger Ausbau von Nossen bis Dresden-Nord sowie sechs Spuren von Dresden-Nord bis Pulsnitz. Insbesondere vor dem Hintergrund des erheblichen Lkw-Anteils wurde zudem der weiterführende Ausbau bis Bautzen-Ost gestellt. Insgesamt werden die Kosten für den Ausbau dieser Abschnitte auf 1,2 Milliarden Euro geschätzt. Der Ausbau zwischen Bautzen-Ost und der Bundesgrenze wären nochmals rund 900 Millionen Euro.

Im Bundesverkehrswegeplan sind alle Verkehrsvorhaben bis zum Jahr 2030 gebündelt. Die Aufnahme des A4-Ausbaus in den Plan bedeutet nicht unbedingt eine schnelle Umsetzung. Bis zur Fertigstellung einer breiteren A4 rechnen Experten mit mindestens 15 Jahren.(SZ)

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