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Achtung Baustelle!

Allein im Raum Kamenz und Rödertal steckt der Kreis über drei  Millionen Euro in die Straßen.

Von Reiner Hanke

Auf einer Länge von knapp 500 Metern arbeiten gleich mehrere Bagger. Eine Baumaschine greift nach Abwasserrohren. Auf der Straßenbaustelle zwischen Hauswalde und Ohorn ist derzeit richtig Betrieb. Gebaut wird in diesem Abschnitt vom Ortseingang Hauswalde bis einschließlich Einfahrt Buschmühle. Derzeit verlegen die Tiefbauer einen Regenwasserkanal. Der soll auch dem Hochwasserschutz dienen und Wasser von den Hügeln in geordnete Bahnen lenken, statt Grundstücke zu überfluten. Das Wasser wird in die Röder geleitet. Die Straße von Hauswalde nach Ohorn bekommt auch einen Radweg.

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Mit dem Frühling beginnt nicht nur hier der Straßenbau. Kraftfahrer müssen sich dieses Jahr rund um Kamenz und das Rödertal wieder auf etliche Baustellen und Verkehrseinschränkungen einstellen. Die SZ gibt einen Überblick zu den Vorhaben, die feststehen. Hauswalde - Ohorn ist eine von insgesamt sieben Großbaustellen, die der Kreis dieses Jahr im Kamenzer Raum plant. 3,2 Millionen Euro veranschlagt der Kreis dafür, inklusive Fördermitteln. Die sind aber noch nicht alle unter Dach und Fach. Wobei sich vor allem die Anwohner im Süden und Osten des Altkreises auf Verkehrseinschränkungen einstellen müssen. Hinzu kommen noch einige Vorhaben des Landesamtes für Straßenbau. Mit dem zweiten Bauabschnitt zwischen der S 158 in Hauswalde und Ohorn will Bistra-Bau Ende Juli fertig sein. Bis dahin bleibt die Ortsverbindung voll gesperrt. Möglicherweise geht es dieses Jahr sogar noch weiter auf der Strecke, spekulieren die Bauleute. Aber das stehe noch nicht fest.

Schwerpunkt-Region Elstra/Panschwitz

An drei Kreisstraßen rücken hier die Baumaschinen an und beseitigen Winterschäden. Zwischen Panschwitz-Kuckau und Katschwitz wird im Juli und August auf einer Länge von 3,7 Kilometern gebaut. Außerdem im Juli/August zwischen Rauschwitz und dem Knoten an der S 94. Hier geht es um einen Kilometer. Im Juni ist außerdem die Kreisstraße zwischen Gödlau und dem Knoten an der Straße an der S 94 dran. Die Strecke wird als Umleitung für den Abschnitt bei Rauschwitz gebraucht. Der Kreis investiert in alle drei Vorhaben insgesamt 727 000 Euro. Während der Bauarbeiten sind die Straßen voll gesperrt.

Schwerpunkte rund um Pulsnitz

Neben der Strecke Hauswalde/Ohorn sind weitere Baustellen in Steina, Oberlichtenau und Großnaundorf zu erwarten. Los geht es mit der Instandsetzung der Brücke Großnaundorfer Straße in Oberlichtenau. Die soll in der Zeit von Juli bis September saniert werden. Die Kosten liegen bei 72 000 Euro. Während der Bauzeit wird die Fahrbahn eingeengt. Die Fördermittel sind aber noch nicht sicher. Das gilt auch für die nächsten beiden Vorhaben: Eines der größten Bauprojekte in der Kamenzer Region beginnt im 3. Quartal. Für 936 000 Euro wird nach Informationen des Landratsamtes an der Ortsdurchfahrt in Steina (1. Bauabschnitt, Elstraer Straße) gebaut. Die Straße wird voll gesperrt. Geplant ist der Bau bis ins 2. Quartal 2015 hinein. Noch umfangreicher ist der kommende Brückenbau in Großnaundorf. Für fast eine Million Euro werden die Brücke und Stützmauern an der Lomnitzer Straße neu errichtet. Den Baubeginn plant die Kreisbehörde für den Herbst. Fast ein Jahr veranschlagt der Kreis für das Projekt.

Es wird wieder eng auf der A 4

Der Freistaat hält sich noch bedeckt mit präzisen Angaben zu seinen Vorhaben. Zumindest grob stehen sie fest. Sie könne aber noch keine zuverlässigen Angaben zu den Zeiträumen der Straßenbauten und Sperrungen im Kamenzer Raum machen, so Isabell Siebert vom Landesamt für Straßenbau. Eng wird es wieder auf der Autobahn 4. Zwischen Ohorn und Burkau will der Freistaat in diesem Jahr beide Fahrbahnseiten sanieren. Allein für den Staatsstraßenbau plant der Freistaat sachsenweit mit 185 Millionen Euro. Schwerpunkte in der Region sind die  S 104 (Friedersdorf) und die S 95 bei Schiedel und Gersdorf (siehe Kasten). Außerdem wird der zweite Bauabschnitt des Radweges Pulsnitz – Kamenz in Angriff genommen. Insgesamt sollen rund acht Kilometer Radweg zwischen Pulsnitz und Kamenz für 3,3 Millionen Euro gebaut werden.

Einschränkungen Richtung Dresden

Auf die müssen sich Pendler aus dem Rödertal gefasst machen. Auf der S 95 in Radeberg und in der Dresdner Heide wird in den Sommerferien vier Wochen lang gebaut und die Strecke dafür voll gesperrt. Die Umgehung ist schwierig. Denn auch auf der Trasse über Langebrück nach Dresden rücken Bagger an. Bereits ab Juni droht eine halbseitige Sperrung mit Ampel. Ab September ist die Route ganz dicht. Beste Alternative ist voraussichtlich die Autobahn.