SZ +
Merken

Ackern statt pauken

Aktion. Gymnasiasten aus Dipps und Altenberg sind beim zweiten sozialen Tag mit von der Partie.

Teilen
Folgen

Von Regine Schlesinger

Rund 400 Schüler der 7. bis 11. Klassen des Dippser Glückauf-Gymnasiums werden am 18. Juli nicht die Schulbank drücken, sondern einen Tag lang für einen gemeinnützigen Zweck arbeiten, informiert Schulleiter Volker Hegewald. Die Schule ist damit zum ersten Mal bei dem sachsenweiten Aktionstag dabei. Unter dem Motto „genialsozial“ werden die Schüler an diesem Tag in Betrieben, Geschäften, Vereinen, privaten Haushalten oder öffentlichen Einrichtungen gegen Entgelt arbeiten.

Organisiert wird der Tag von der Sächsischen Jugendstiftung. Der Erlös soll in diesem Jahr zwei Projekten für Kinder und Jugendliche in Kenia und Ghana zu Gute kommen. Mit einem Drittel des Geldes können die Schüler zudem selbst ein eigenes soziales Projekt initiieren. „Welches das sein wird, überlegen wir noch“, sagt Volker Hegewald. Er vermutet, dass das Geld zur Unterstützung von Schülern aus finanziell schlechter gestellten Familien eingesetzt wird. Bei Klassenfahrten zum Beispiel gebe es immer einige, denen es schwer fällt, das Geld dafür aufzubringen.

Der Anstoß für die Beteiligung des Gymnasiums an dieser Aktion sei von Elternvertretern gekommen, ergänzt der Schulleiter. Jetzt hofft er, dass sich für alle Schüler auch eine Arbeitsmöglichkeit findet. Neben dem Gymnasium beteiligt sich aus dem oberen Kreisgebiet auch die Mittelschule Dippoldiswalde an dem „genialsozial“-Projekt. Aus dem unteren Kreisgebiet tauschen Schüler der Mittelschule Freital-Potschappel für einen Tag die Schulbank mit einem Arbeitsplatz.