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Die wandernde Laterne

Heidenau erlebt seinen ersten lebendigen Adventskalender. Er ist zwar noch nicht komplett, hält aber eine besondere Aufgabe bereit.

Von Heike Sabel
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Diese Laterne tritt am 2. Dezember eine besondere Reise durch Heidenau an.
Diese Laterne tritt am 2. Dezember eine besondere Reise durch Heidenau an. © Daniel Schäfer

Andere machen es schon seit vielen Jahren.  Alexander Kwak gefällt die Idee des lebendigen Adventskalenders. Meist laden Kirchgemeinden dazu ein, sich in der Adventszeit reihum abends für eine halbe Stunde zu treffen. So ähnlich wird es nun erstmals auch in Heidenau sein. Bei der Premiere ist einiges anders als anderswo.

Üblicherweise hat ein Adventskalender 24 Türchen, so auch die lebendigen. In Heidenau hat der Kalender in seinem ersten Jahr nur 13 Türchen. 

Anders als sonst üblich sind es nicht nur kirchliche Einrichtungen, die sich beteiligen, sondern ganz verschiedene Heidenauer - vom DRK-Jugendhaus Faktotum über den Elbtaltreff bis zum Nachbarschaftsverein im Sonnenhof. Auch der kommunale Integrationskoordinator im Rathaus, die Jugendwerkstatt der Arbeiterwohlfahrt und das Stadtteil- und Zentrumsmanagement sind dabei. "Die Stadtbibliothek hat schon gefragt, warum sie nicht gefragt worden sei", sagt Kwak.  Er habe nicht jeden Einzelnen angesprochen und ist sicher: Wenn sich das jetzt herumspricht, reichen nächstes Jahr die 24 Türchen nicht. 

Diakonie-Sozialarbeiter Alexander Kwak ist diesmal beim Auftakt und zum Abschluss dabei. Das erste Türchen öffnet sich am 2. Dezember, 17.30 Uhr, in der Beratungsstelle von Caritas und Diakonie auf der Ernst-Schneller-Straße in Heidenau, hinter das letzte wird dann am 23. Dezember im Gemeindezentrum Christuskirche geschaut. 

Kwak hofft, dass die Kalender-Minuten zur Vorfreude auf Weihnachten und zum Innehalten beitragen. "Nicht Hektik und Trubel, sondern Gemeinschaft und Heiterkeit soll uns einstimmen auf die Adventszeit", sagt er. Dazu sei jeder eingeladen. Gleichzeitig ist die Einladung Gelegenheit, eine vielleicht bisher unbekannte Einrichtung zu besuchen. 

Wer sich jeweils was einfallen lässt, ist eine Überraschung. Manche, wie das Bürgerzentrum am Gumpertplatz, verbinden es mit ohnehin geplanten Veranstaltungen.  

Eine besondere Aufgabe hat sich Alexander Kwak für die Veranstalter ausgedacht. Und zwar müssen sie sich jeweils beim vorherigen die Laterne abholen, um sie dann am Tag bei sich aufzustellen - gemeinsam mit einem Schild, das Datum und Nummer des Türchens zeigt. "Ich hoffe, das mit der Laterne haben alle so verstanden", sagt Kwak. Sein Hintergedanke: Beim Abholen der Laterne kann der Vorgänger besucht werden. Kwak selbst darf also nicht vergessen, am 18. Dezember in der katholischen Kirche die Laterne abzuholen. 

2. Dezember, 17.30 Uhr, Beratungsstelle Caritas/Diakonie, Ernst-Schneller-Straße 1

3. Dezember, 17.30 Uhr, Koordinierungsstelle, Emil-Schemmel-Straße 3

4. Dezember, 14 Uhr, Jugendwerkstatt Arbeiterwohlfahrt, Dresdner Straße 90

5. Dezember, 17.30 Uhr, Stadtteil- und Zentrumsmanagement, Bahnhofstraße 8

7. Dezember, 16 Uhr, Bürgerzentrum Gumpertplatz

9. Dezember, 17.30 Uhr, Faktotum

10. Dezember, 17.30 Uhr, Elbtaltreff, Ernst-Schneller-Straße 7

11. Dezember, 17.30 Uhr, Caritas und Diakonie im Stadthaus, Bahnhofstraße 8

12. Dezember, 17.30 Uhr, Integrationskoordinator Rathaus

16. Dezember, 17.30 Uhr, Sonnenhof, Käthe-Kollwitz-Straße 27a

17. Dezember, 16.30 Uhr, Johanniter-Zentrum, Sedlitzer Straße 2

18. Dezember, 17.30 Uhr, Katholische Kirche, Fröbelstraße

23. Dezember, 17.30 Uhr, Gemeindezentrum Christuskirche, Rathausstraße

Eintritt jeweils frei, eine  Anmeldung ist nicht erforderlich

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