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Ärger bei Starkregen

Bei heftigem Niederschlag kommt es in Rosenthal zu Überflutungen. Auch wegen illegaler Einleitungen in Kanäle.

© Symbolfoto: Nikolai Schmidt

Von Manuela Paul

Rosenthal. Kräftige Regengüsse wie beispielsweise Ende Juni in Rosenthal bringen die Kanalisation an ihre Grenzen. Immer wieder führt es dazu, dass die Straße „Am Marienbrunnen“ überflutet wird und Keller mehrerer Häuser voll laufen, weiß Bürgermeister Hubertus Rietscher. Deshalb habe man gemeinsam mit den Betroffenen nach den Ursachen dieser in letzter Zeit häufiger auftretenden Überschwemmungen gesucht.

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Fakt sei, dass viele Grundstückseigentümer ihr Regenwasser in die örtliche Kanalisation einleiten. „Das ist nicht nur in Rosenthal so, sondern auch in anderen Ortsteilen unserer Gemeinde“, berichtet das Gemeindeoberhaupt. Die Folge seien dann Überflutungen.

Kein Wunder. Der überwiegende Teil der Abwasserkanäle stamme aus den 1970er- beziehungsweise 1980er-Jahren, erklärt Hubertus Rietscher. „Und die sind nun einmal nicht für die Aufnahme solcher Wassermassen ausgelegt.“ In Ralbitz, Cunnewitz und Schönau seien durch Verfahren der Flurneuordnung die Rohre zwar erneuert worden, „aber es erfolgte keinerlei Erweiterung oder Erhöhung der Dimension“. Sprich: Sie sind für heutige Anforderungen bei Starkregen schlichtweg einfach zu klein.

Vor allem, weil eben auch vielerorts Regenwasser, welches von neu versiegelten Flächen oder aus Dachrinnen auf Privatgrundstücken anfällt, in die öffentliche Kanalisation eingeleitet wird. „Das schaffen die Rohre dann nicht mehr.“ Dadurch komme es immer wieder zu Rückstau und letztlich Überflutungen.

Das Einleiten des Regenwassers in den öffentlichen Kanal sei so auch nicht vorgesehen. Deshalb appelliert Bürgermeister Hubertus Rietscher an alle Grundstückseigentümer, das anfallende Regenwasser auf dem eigenen Grund und Boden versickern zu lassen, in Behältern zu sammeln oder anderweitig auf dem eigenen Grundstück zu belassen. Mittlerweile hätten auch viele Bürger Rückstauklappen eingebaut. Doch das allein löse das Problem nicht.