merken
PLUS

Sebnitz

Ärger um geplanten Hochwasserschutz

Seit Oktober 2018 wird an der Genehmigung für den Flutschutz für Langenwolmsdorf und Stolpen gearbeitet. Jetzt kommt alles anders.

Noch fließt der Bach ruhig vor sich hin. Es gab aber auch andere Zeiten.
Noch fließt der Bach ruhig vor sich hin. Es gab aber auch andere Zeiten. © Steffen Unger

Die Stadt Stolpen wähnte sich mit den geplanten Hochwasserschutzmaßnahmen im Oberdorf des Stolpener Ortsteiles Langenwolmsdorf fast am Ziel. Schon von Baubeginn war die Rede. Auch das Geld dafür war schon eingeplant. Und die Anwohner des Dorfbaches in Langenwolmsdorf und in Stolpens Altstadt wollten gerade aufatmen. Endlich. Zehn Jahre nach der Katastrophe sollte es nun losgehen. Doch weit gefehlt. Aus dem Stolpener Rathaus kam nun eine Hiobsbotschaft.

Die Landesdirektion Sachsen, als oberste Naturschutzbehörde teilte mit, dass nicht so einfach gebaut werden kann. "Erhebliche nachteilige Umweltauswirkungen" werden befürchtet. Aus diesem Grund müsste die Stadt Stolpen nun ein Planfeststellungsverfahren für dieses Vorhaben in Gang setzen. "Für uns ist das nicht nachvollziehbar", sagt Stolpens Bürgermeister Uwe Steglich (FDP). Die Auswirkungen sind verheerend. Planfeststellungsverfahren sind ziemlich umfangreich und zeitaufwendig. Weitere zwei bis drei Jahre würden ins Land gehen, befürchtet der Bürgermeister. 

Smarter Leben mit diesen Technik-Trends

Erfahren Sie als Erster von den neuesten Trends, Tipps und Produkten in der Technikwelt und lernen Sie Innovationen kennen, die Ihr Leben garantiert leichter machen.

Dabei war man in Stolpen so optimistisch. Am 17. Oktober 2018 wurde der Plan zum Bau der Hochwasserschutzanlage in Langenwolmsdorf beim Landratsamt in Pirna eingereicht. Am 12. Februar vergangenen Jahres wurden dann die überarbeiteten Unterlagen abgegeben. Mehrere Vor-Ort-Termine fanden statt. Es habe auch mehrere Einzelabstimmungen gegeben und danach habe man den Plan überarbeitet. Doch offenbar war man sich im Landratsamt unsicher. Zur weiteren Beurteilung des Verfahrens wurden von dort die Unterlagen an die Landesdirektion weiter gegeben. Und die kam nun zu dem für Stolpen und Langenwolmsdorf verheerenden Entschluss.

Mehr Nachrichten aus Sebnitz lesen Sie hier.