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Ärger mit dem Bahnübergang in Neukirch

Es ist schon ein bizarres Bild, das sich vor einigen Tagen den Neukirchern am Bahnübergang an der B98 geboten hat. Trotz geschlossener Schranke fahren mehrere Fahrzeuge langsam über die Schienen. Und die Polizei guckt zu.

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Von Annechristin Stein

Es ist schon ein bizarres Bild, das sich vor einigen Tagen den Neukirchern am Bahnübergang an der B98 geboten hat. Trotz geschlossener Schranke fahren mehrere Fahrzeuge langsam über die Schienen. Und die Polizei guckt zu. Dabei handelte es sich aber nicht um frisch ertappte Verkehrssünder. Grund war eine Störung der Schrankenanlage.

Dass das nicht zum ersten Mal passiert ist, weiß Stefan Hedusch. Der Neukircher wohnt in unmittelbarer Nähe des Übergangs und hat schon öfter beobachtet, dass die Schranken einfach unten bleiben, auch wenn der Zug schon lange durchgefahren ist. Dann würden sich lange Fahrzeugschlangen in beide Richtungen bilden. „Das ist vor allem ungünstig, weil auf der Zittauer Straße Richtung Ringenhain schon die nächste Ampel kommt“, sagt er.

Zudem sei es sehr gefährlich. Denn schon öfter habe er beobachtet, dass genervte Autofahrer den Bahnübergang dann trotz geschlossener Schranken überfahren. „Viele Autofahrer und Neukircher würden schon gern wissen, warum es die Störungen gibt“, sagt er, „zumal es sich um eine neue, moderne Anlage der Deutschen Bahn handelt.“

Die konnte auf mehrmalige Anfrage der SZ keine Auskunft zu den Vorfällen geben. Der Fall werde bearbeitet, hieß es. Und auch die Gemeindeverwaltung kann nichts tun. Neukirchs Bürgermeister Gottfried Krause hatte bis gestern keine Kenntnis von den Problemen. Auch er verwies auf die Zuständigkeit der Bahn und kündigte an, Kontakt zu den zuständigen Stellen zu suchen. Hauptamtsleiter Gerald Bär regte auf Nachfrage an, ein Hinweisschild mit der Störungsnummer der Bahn an der Schranke aufzustellen. „Dort kann im Störfall auch geholfen werden“, sagte er, „wir können uns auch nur dort melden, wenn es eine Störung gibt.“