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Kamenz

Ärger über Städtebahn – Trauer um Seenlandbahn

Vom plötzlichen Ende der Städtebahn Sachsen wurde auch die Kundschaft um Kamenz kalt getroffen. Vor allem die Pendler trifft es hart. Aber auch andere.

Ein aktueller Blick durch die Tür des Bahnbetriebswerkes der Städtebahn in Ottendorf-Okrilla: Alle Räder stehen still, auch die der „Rose von Sebnitz“. © René Plaul

Kamenz. Auch einen Tag nach der überraschenden Bankrotterklärung der Städtebahn Sachsen treibt das Thema die Menschen in der Region um. Und bei Weitem nicht nur die Vielfahrer unter der Kundschaft. Mancher wurde am Bahnsteig in Kamenz kalt erwischt, weil er am Morgen einfach mal auf einen Trip nach Dresden wollte. Wenn dies bei Fernverkehrsbuchungen mit Umsteige-Zeiten verbunden war, blieb freilich nur der fragende Blick in den kleinen Kartenschalter im Kamenzer Büdchen. Hier schob Gabriele Maschke Dienst. „Mein Sohn ist heute früh in den Kurzurlaub gefahren, und nun bricht hier das Chaos aus“, so die Frau. Sie behielt die Ruhe, und wenigstens fuhr ab 10.03 Uhr der erste Ersatzbus des VVO bis Radeberg, wo man dann in den Trilex umsteigen konnte. Regiobus hatte dies ermöglicht – trotz Urlaubszeit. Es wird kolportiert, dass sich auch der Betriebsleiter selbst hinters Steuer gesetzt habe. Inzwischen gibt es einen ersten Schienenersatzverkehr, der freilich nicht den kompletten Service absichert. Gabriele Maschke: „Besonders tut es mir um das Seenland-Angebot leid. Das wurde an den vergangenen Wochenenden im Testbetrieb wirklich gut angenommen und fällt nun natürlich komplett weg. Schade drum.“

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