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Ärger über verschmutzte Straße

Regen hat Schlamm auf die Lichtenberger Straße gespült. Nach Ansicht des Ortsvorstehers lässt sich das Problem lösen.

Von Thomas Drendel

Erst vor wenigen Tagen ist es wieder passiert: Sand und Schlamm wurden von den Feldern in den Ort Leppersdorf gespült. So musste die örtliche Feuerwehr an die Lichtenberger Straße ausrücken. Die Fahrbahn war hier derartig verschmutzt, dass sie von den Feuerwehrleuten gereinigt werden musste. Nach Ansicht des Leppersdorfer Ortsvorstehers Volkmar Lehmann (Offene Bürgerliste) ließe sich das Problem schnell beheben. „Die Bearbeitungsrichtung auf den Feldern müsste geändert werden. Jetzt weisen die Furchen zum Ort hin. Da kann das Wasser ungehindert den Hang herunter- und nach Leppersdorf hineinfließen. Die Furchen müssten quer zum Ort hin verlaufen“, sagt er. Um das zu ändern, müssten Gespräche mit den Landwirten geführt werden. „Bisher haben ja alle Vorstöße nichts gebracht. Das muss jetzt mit größerem Nachdruck erfolgen“, sagt er. Der Wachauer Bürgermeister Veit Künzelmann (CDU) wies darauf hin, dass es bereits mehrere Gespräche mit der Lichtenberger Agrargesellschaft gegeben hat. „Geändert hat sich danach nichts.“

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Agrarchef sieht es kritisch

Klaus Hofmann, Chef der Lichtenberger Agrar GmbH, bestreitet, dass die Änderung der Bearbeitungsrichtung etwas bringt. „Das mag für einen normalen Regen zutreffen. Dann versickert mehr Wasser im Boden. Bei einem Unwetter, bei dem 30 Liter oder mehr in kurzer Zeit vom Himmel kommen, helfen die Furchen nicht. Der Boden wird in einem solchen Fall einfach weggeschwemmt“, sagt Firmenchef Klaus Hofmann. Bei einigen Pflanzenarten wird nach seinen Angaben nicht mehr gepflügt. Da wird der Boden lediglich bis zu einer Tiefe von 15 Zentimetern gelockert und dann kommt die neue Saat hinein. „Von klassischen Furchen kann keine Rede mehr sein.“