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Ärger um einen Grundstückstausch

Sechs Monate nach dem Umzug der Werkstatt der Landesbühnen soll die Fläche beräumt an die Stadt übergeben werden. Der Boden könnte allerdings schwer belastet sein.

© Symbolfoto/Arvid Müller

Von Peter Redlich

Radebeul. Mitten in der Stadt hat Radebeul noch in diesem Jahr Anspruch auf ein großes Grundstück. In Radebeul-Mitte, zwischen Meißner Straße, entlang am Moritz-Garte-Steg, bis zur Roseggerstraße, sind jetzt die Landesbühnen angesiedelt. Direkt an der Meißner Straße befindet sich noch die veraltete Theaterwerkstatt. Am Moritz-Garte-Steg steht der Plattenbau – das ehemalige Wohnheim für die Lehrerstudenten –, in dem derzeit die Ausstatter für das Theater arbeiten.

Stars im Strampler aus Radebeul
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Beide Grundstücke hat die Stadt im Tausch gegen den neuen Standort der Landesbühnen-Werkstätten zwischen Schuchstraße und Paradiesstraße bekommen. Ab April wollen die Theaterleute dort einziehen, womit die alten Standorte am Moritz-Garte-Steg frei werden.

Radebeuls OB Bert Wendsche (parteilos): „Es ist vereinbart, dass sechs Monate nach Betriebsaufnahme in den neuen Werkstätten die Grundstücke zwischen Meißner Straße und Roseggerstraße an uns übergeben werden – und zwar beräumt.“ Auf Letzteres legt Wendsche besonderen Wert. Schließlich befand sich vorn an der Meißner Straße einst eine Tankstelle. Es sei deshalb damit zu rechnen, dass der Boden unter den jetzigen Bauten erheblich belastet ist. Dies zu bereinigen, sei noch die Aufgabe des bisherigen Besitzers und Nutzers. Schließlich könne das sehr teuer werden, so Wendsche.

SZ-Leser fragen in diesem Zusammenhang immer wieder an, ob in Mitte nicht ein Lebensmittelmarkt und weitere Geschäfte angesiedelt werden könnten. Nach dem Umzug der Landesbühnen-Werkstatt bestünde ja dafür auf den Grundstücken die Chance, so die Meinung von Radebeuler Bürgern.

Der bisher für das Areal aufgestellte Bebauungsplan sieht hier jedoch eine Grünachse von der Roseggerstraße bis zur Meißner Straße vor. Aufgestellt wurde dieser Plan, nachdem es bereits die städtische Absicht gab, hier ein kleines Einkaufszentrum an der Meißner Straße anzusiedeln. Vor gut zehn Jahren protestierten allerdings Anwohner vom Moritz-Garte-Steg dagegen. Der Investor für das Einkaufszentrum zog sich zurück.