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Ärger um Parkverbot geht weiter

Seifhennersdorf streitet immer noch um Stellflächen am Ärztehaus. Eine zweite Verkehrsschau brachte keine Lösung.

Von Holger Gutte

Das Parkverbot in der Otto-Simm-Straße in Seifhennersdorf sorgt nach wie vor nicht nur für Ärger bei den Anwohnern, sondern auch unter den Patienten der dortigen Arztpraxis. Anwohnerin Ursula Meinczinger nutzte bei der Stadtratssitzung am Montagabend die Bürgerfragestunde, um an die Stadt zu appellieren, wieder eine andere Verkehrsregelung zu finden. Wenn sie aus ihrem Grundstück fahren will, muss sie wegen den wenigen Parkmöglichkeiten, die es auf der Otto-Simm-Straße gibt, fast bis auf die Straße fahren, um Einsicht auf den Verkehr zu haben. Und momentan verschärfe sich die Situation noch, weil gerade Baufahrzeuge zusätzlich Parkmöglichkeiten blockieren und die Sicht teilweise behindern.

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Ursula Meinczinger ärgert sich auch darüber, dass bei der nun schon zweiten Verkehrsschau Mitte Januar, an der die Polizei, die Straßenverkehrsbehörde und die Stadtverwaltung teilnahmen, keine Anwohner mit eingeladen wurden. Und wie sich auf der Ratssitzung zeigte, wären gern auch einige Stadträte bei der Verkehrsschau dabei gewesen. „Eine Einladung zur Besichtigung wäre für die Entscheidungsfindung gut gewesen“, findet beispielsweise Stadtrat Detlef Kray (Die Linke).

Bürgermeisterin Karin Berndt (parteilos/UBS) verweist darauf, das die Behörden dass für nicht nötig und auch unüblich hielten. Allerdings will sie jetzt wegen der immer noch unbefriedigenden Lösung bei der Parksituation auf der Straße eine erneute Begehung mit Polizei und Straßenverkehrsbehörde anregen. Und dazu sollen dann aber auch die Anwohner und die Stadträte mit eingeladen werden.

Ursula Meinczinger ist nicht die einzige Seifhennersdorferin, die nicht versteht, warum das bis zum Jahr 2011 geltende halbseitige Parken auf dem Fußweg der Otto-Simm-Straße nicht mehr möglich sein soll. „Das war eine gute Lösung“, sagt sie. Und die 63-Jährige hält auch eine Einbahnstraßen-Regelung für durchaus machbar.

Das aber hält die Bürgermeisterin für ungünstig. Bei der Verkehrsschau vor Ort haben sich die Behörden, so Karin Berndt, ebenso geäußert. Bei einer Einbahnstraßen-Regelung wird der fließende Fahrzeugverkehr zugunsten des ruhenden Verkehrs behindert, fügt sie hinzu. „Und ob die Anwohner im hinteren Teil der Straße glücklich darüber wären, ist auch noch fraglich“, schildert sie.

UBS-Stadtrat Heinz-Dieter Winkler machte auf der Ratssitzung aber auch darauf aufmerksam, dass die Otto-Simm-Straße eine untergeordnete Straße ist. „Also ist die Stadt dafür verantwortlich und kann darüber auch bestimmen“, sagt er. Heinz-Dieter Winkler findet: „Wenn die Bürger das wollen, sollte man das berücksichtigen.“ Ursula Meinczinger hatte das allerdings schon nicht mehr gehört und zu dem Zeitpunkt wutentbrannt die öffentliche Sitzung verlassen.