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AfD kontert OB Hilbert mit Nazi-Vergleich

Das Dresdner Stadtoberhaupt hatte im SZ-Interview gesagt, die AfD sei ein schädliches Element.

Dirk Hilberts Interview-Aussagen sorgen für Kritik bei der AfD
Dirk Hilberts Interview-Aussagen sorgen für Kritik bei der AfD © Sven Ellger

Empörung bei der Dresdner AfD: Entschieden weise er die Ausführungen von Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) zurück, sagt Wolf Braun. Damit reagiert der neue Fraktionsvorsitzende der AfD im Stadtrat auf Aussagen Hilberts in einem Interview der SZ, in dem er die AfD als „schädliches Element“ bezeichnet. 

Wolf attackiert Hilbert sogar mit Nazi-Vergleichen. „Wer die AfD und damit auch ihre Wähler als ‚schädliches Element für Dresden‘ verunglimpft, bedient sich nationalsozialistischer Sprachkodizes, die auf Herabwürdigung und Entmenschlichung abzielen. Solche Äußerungen sind für ein Stadtoberhaupt völlig inakzeptabel und offenbaren ein gestörtes Demokratieverständnis.“

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Doch Hilbert hat keinesfalls, die Wähler der AfD angegriffen. Das betonte er auch im Interview. „Ich gehöre nicht zu denen, die alle AfD-Wähler in einen Topf schmeißen und verurteilen. Aber die AfD hat mit ihrer Rhetorik wesentlich zu einer Enthemmung in der Gesellschaft beigetragen. ... Die AfD muss sich gefallen lassen, dass sie diese Enthemmung bis hin zur Gewalt gegen Ausländer befördert und deshalb ist sie ein schädliches Element für Dresden“, so Hilbert im Original.

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Doch Wolf wettert weiter: „Herr Hilbert macht mit seinen Äußerungen daher deutlich, dass er nicht Oberbürgermeister aller Dresdner sein will.“ Der OB vertiefe damit die Gräben in der Stadt. „Er führt seine zur Schau getragene Gesprächsbereitschaft“ gegenüber allen Bürgern der Stadt ad absurdum“, so die AfD.

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