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Pfarrer wirft AfD-Wippel Falschaussage vor

Der Löbauer Pfarrer Daniel Mögel fühlt sich von dem Politiker auf der AfD-Kundgebung falsch zitiert. Alles nur ein Missverständnis?

Pfarrer Daniel Mögel (r.) hatte am vergangenen Donnerstag zeitgleich zur AfD-Kundgebung auf dem Altmarkt zum Friedensgebet in die Nikolaikirche geladen.
Pfarrer Daniel Mögel (r.) hatte am vergangenen Donnerstag zeitgleich zur AfD-Kundgebung auf dem Altmarkt zum Friedensgebet in die Nikolaikirche geladen. © Constanze Junghanß

Der Löbauer Pfarrer Daniel Mögel wollte wegen des Angriffs auf einen Schüler Anfang Juli in Löbau auch ein Zeichen der Gewaltlosigkeit setzen. Zeitgleich zur Kundgebung der AfD auf dem Altmarkt am vergangenen Donnerstag hatte er daher zu einem Friedensgebet in die Nikolaikirche geladen. "Der Gewaltakt von vor zwei Wochen in Löbau hat viele Menschen bewegt und dem AfD-Aufruf zur Demo mit Benutzung dieses Vorfalls für populistische Zwecke sind erwartungsgemäß viele Menschen gefolgt", schreibt er dazu.  In der SZ-Berichterstattung sieht er sich nun von AfD-Redner Sebastian Wippel falsch zitiert.

"Dass AfD-Funktionäre über andere Menschen Unwahrheiten, Lügen oder gar Verleumdungen verbreiten, ist eine schlimme Wirklichkeit, der nur bedingt oder eben nicht beizukommen ist. Leider", schreibt Mögel. Und so habe Sebastian Wippel ihm bei der Kundgebung mit einem Seitenhieb auf das Friedensgebet die Worte in den Mund gelegt: "Wer weiß, was da (am Altmarkt) passiert. Vielleicht teilt die AfD Fackeln und Mistgabeln aus." Das aber habe er nie gesagt, betont der Pfarrer. "Diese Worte sind weder mein Argumentationsrepertoire, noch würde ich überhaupt jemals so über andere Menschen oder Veranstaltungen reden", schreibt Mögel.

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Nun mögen jene Worte von Sebastian Wippel nicht sonderlich nett gewesen sein. Zur Wahrheit gehört aber auch: Der AfD-Politiker hat dieses "Fackeln und Mistgabeln"-Zitat dem Pfarrer nicht wirklich in den Mund gelegt. Für die Menschen bei der Kundgebung auf dem Altmarkt war unmissverständlich, dass Wippel dieses etwas mittelalterliche Bild als Sarkasmus gegen den Pfarrer einsetzte und ihm damit einen fiktiven Gedankengang unterstellte, um sich vor seinen Zuhörern über den Pfarrer und die Kirche lustig zu machen.

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