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AfD-Anhänger bewaffnet zur Demo

Der Abgeordnete Mario Kumpf beschwört auf dem Altmarkt die Gewaltfreiheit. Manche seiner Zuhörer sehen das offenbar anders.

Mario Kumpf am Donnerstag bei der von ihm initiierten AfD-Kundgebung "Keine Gewalt-Exzesse in unserer Lausitz" auf dem Löbauer Altmarkt.
Mario Kumpf am Donnerstag bei der von ihm initiierten AfD-Kundgebung "Keine Gewalt-Exzesse in unserer Lausitz" auf dem Löbauer Altmarkt. ©  Rafael Sampedro

Am Donnerstagabend predigten der AfD-Landtagsabgeordnete Mario Kumpf und weitere seiner Parteigenossen auf dem Löbauer Altmarkt noch die Gewaltlosigkeit und prangerten die Kriminalität ausländischer Jugendlicher gegen Deutsche an. Die Kundgebung mit rund 200 Teilnehmern verlief friedlich und unauffällig. Wie aber Kumpfs Botschaften bei der eigenen jugendlichen Klientel ankommen - davon durfte die Polizei kurz nach dem Ende der Demonstration einen Eindruck gewinnen.

"Eine mittelgroße Gruppe der Teilnehmer bewegte sich anschließend zur Löbauer Vorwerkstraße" teilt die Polizeidirektion Görlitz auf SZ-Anfrage nun über den Nachgang der Demo mit. Dabei habe der Verdacht bestanden, dass diese dort Straftaten planten. Polizisten stellten dort die Identität von insgesamt 17 Jugendlichen fest. Dabei deckten sie vier Verstöße auf.

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"Zwei 15-Jährige und ein 17-Jähriger hatten Einhandmesser bei sich. Ebenso führte eine 16-Jährige Schutzbewaffnung mit", heißt es weiter von der Polizei. Die Beamten stellten die Gegenstände sicher. Es folgten drei Anzeigen wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz und eine wegen des Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz. Darüber hinaus hat ein 17-Jähriger offenbar Kennzeichen verbotener Organisationen verwendet. Hier konnten die Polizisten einen 17 Jahre alten Tatverdächtigen bekannt machen. Der gesamten Gruppe sprachen die Polizisten im Anschluss Platzverweise aus.

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