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AfD-Vorstand bei Jungen Nationalen

Die Anti-Euro-Partei hat Mühe, sich von Rechtsextremen abzugrenzen. Nun gibt es Ärger.

Der Dresdner AfD-Kreisvorstand Sören Oltersdorf hat am 22. März als Gast am Europakongress der Jungen Nationaldemokraten in Thüringen teilgenommen. Jene rechtsextreme NPD-Jugendorganisation wird vom Verfassungsschutz überwacht. Dresdens AfD-Kreisvorsitzender Jörg Urban bestätigt die Teilnahme, sieht allerdings nichts Unrechtes darin. Auf Fotos angesprochen, die über einen linken Internetblog in die Medien gelangt sind, sagt er: „Daraus eine rechtsextreme Gesinnung herzuleiten, ist ebenso haltlos wie oberflächlich.“ Urban schränkt ein, dass die Aktion des 23-jährigen Oltersdorf nicht abgestimmt gewesen sei. Andererseits könne „ein Blick über den Tellerrand“ helfen.

Im Landeswahlprogramm befasst sich die Partei mit dem Gedanken der nationalen Identität. Die AfD wolle sich aber von der rechtsextremen NPD abgrenzen. „Wir nehmen auch keine ehemaligen Mitglieder auf“, versichert Urban. Im Programm heißt es: Die AfD steht als konservative Volkspartei für eine rechtsstaatliche Politik, die als Wirtschaftspolitik einer sozialen Marktwirtschaft nach Ludwig Ehrhardt dient. Die Partei fordert eine „geordnete Auflösung des Euro-Währungsgebiets mit einer Wiedereinführung nationaler Währungen. Ein großes Thema ist die Zuwanderung. Nur hoch qualifizierte Fachkräfte und Unternehmerpersönlichkeiten seien willkommen. Der AfD-Kreisverband Dresden wurde im Oktober 2013 gegründet und hat nach eigenen Angaben 110 Mitglieder. (SZ/kle)

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