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Afghanistan-Mission mit 12 000 Soldaten

Brüssel. Nach dem Ende ihres Kampfeinsatzes in Afghanistan will die Nato von 2015 an noch mit etwa 12000 Soldaten in dem Land bleiben. Dies sagte Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen gestern in Brüssel nach Beratungen der Nato-Verteidigungsminister.

Brüssel. Nach dem Ende ihres Kampfeinsatzes in Afghanistan will die Nato von 2015 an noch mit etwa 12 000 Soldaten in dem Land bleiben. Dies sagte Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen gestern in Brüssel nach Beratungen der Nato-Verteidigungsminister. Die Soldaten sollen vor allem als Ausbilder und Berater arbeiten. Auf ein Ende des Engagements in Afghanistan wollte sich Rasmussen nicht festlegen.

US-Präsident Barack Obama hatte angekündigt, dass die USA 2015 nur noch 9 800 Soldaten in Afghanistan lassen wollen. Deren Zahl soll bis Mitte 2015 halbiert werden. Bis Ende 2016 wollen die USA ihre Soldaten fast vollständig abziehen. Deutschland bleibt mit bis zu 800 Soldaten bei einer Ausbildungsmission präsent.

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Dass die Nato die Mission „Resolute Support“ nach 2016 ohne die Amerikaner fortsetzen kann, gilt als unwahrscheinlich. Mitte Juli ist nach Nato-Angaben eine Truppenstellerkonferenz geplant, bei der konkrete Angebote gemacht werden sollen.

US-Verteidigungsminister Chuck Hagel forderte die europäischen Nato-Mitglieder auf, sich zu höheren Verteidigungsausgaben zu verpflichten. „Langfristig bedrohen die sinkenden Verteidigungsausgaben die Integrität und die Fähigkeiten der Nato, falls wir diesen Trend nicht umkehren“, sagte er. Das ständige Sinken der europäischen Verteidigungsausgaben habe die USA gezwungen, „einen immer unverhältnismäßigeren Anteil an den Lasten des Bündnisses zu übernehmen“. (dpa)