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Berufsberater zurück in der Schule

Ein Großteil der Kommunikation bleibt digital. Rund 770 Ausbildungsstellen sind derzeit in Mittelsachsen noch frei, etwas mehr als 2019.

Antje Schubert (links), Sprecherin der Agentur für Arbeit Freiberg, mit Berufsberaterin Ina Heyna. Sie war im vergangenen Jahr unter anderem an der Oberschule Döbeln-Nord im Einsatz.
Antje Schubert (links), Sprecherin der Agentur für Arbeit Freiberg, mit Berufsberaterin Ina Heyna. Sie war im vergangenen Jahr unter anderem an der Oberschule Döbeln-Nord im Einsatz. © DA-Archiv/Dietmar Thomas

Mittelsachsen. Die Rückkehr in den regulären Betrieb der Schulen nach den Ferien ermöglicht es auch den Berufsberatern der Agentur für Arbeit wieder vor Ort tätig zu sein. Allerdings werde es nur dort einen persönlichen Kontakt zwischen den Mitarbeitern der Arbeitsagentur und den Schülern wie Eltern geben, „wo besondere räumliche und hygienetechnische Vorkehrungen erlaubt sind“, sagte Antje Schubert, Sprecherin der Agentur auf Nachfrage.

Drei Berufsberater sind in der Region Döbeln im Auftrag der Agentur im Einsatz. Normalerweise sind sie einmal pro Woche in den Schulen vor Ort, so Schubert.

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Agentur setzt weiter auf Videochats

Da nicht in jeder Einrichtung die räumlichen sowie hygienetechnischen Voraussetzungen gegeben sind, werde die Zusammenarbeit mit den Schulen auch weiterhin überwiegend digital stattfinden, so Schubert weiter. Angedacht sind hier, neben den telefonischen Gesprächen sowie Beratungen via E-Mail auch digitale Angebote, wie zum Beispiel eine Videoberatung.

Zwei Video-Chats hat die Agentur für Arbeit den Heranwachsenden bereits angeboten. „So können wir eine Mehrzahl an Jugendlichen erreichen“, meint Schubert. „Die bereits durchgeführten Chats wurden, so viel mir bekannt ist, gut von den Jugendlichen angenommen und auch die nachhaltig angelegten Videos werden entsprechend abgerufen“, sagte Kollegin Silke Steinkampf.

Durchgeführt werden die Chats zentral von der Bundesagentur. Termine für weitere Angebote stehen derzeit noch nicht fest. Ziel der Berufsberatung ist es, die Jugendlichen in Blick auf die Ausbildung beratend sowie vermittelnd zur Seite zu stehen sowie ihnen bei der beruflichen Orientierung zu helfen.

Noch über 170 freie Lehrstellen im Altkreis

Momentan sind noch knapp 770 Ausbildungsstellen im Landkreis unbesetzt. Das sind knapp 52 Prozent der Lehrstellen, die der Agentur für Arbeit seit Oktober 2019 gemeldet worden sind. Im Bereich Döbeln sind noch 177 Ausbildungsplätze frei. 

Zum Vergleich: Im Juli 2019 waren noch rund 42 Prozent frei, zehn Prozent weniger. Die Zahl der gemeldeten Ausbildungsplätze liegt um nur 33 geringer als im Vorjahr.

Auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz sind derzeit noch rund 26 Prozent der Bewerber, die sich bei der Agentur für Arbeit gemeldet haben. Die Mehrheit davon ist noch unter 20 Jahren alten (318). Im vergangenen Jahr waren es ebenfalls um die 26 Prozent, die im Juli noch nach einer freien Lehrstelle gesucht haben.

„Das aktuelle Ausbildungsjahr endet zum 31. Oktober 2020. Bis dahin ist noch viel Bewegung auf dem Ausbildungsmarkt, da bis Oktober ein Einstieg in die Ausbildung möglich ist“, schätzt Agentursprecherin Schubert ein.

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