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Döbeln

Aktion gegen Corona-Trickbetrüger

Weil die Ersten schon auf falsche Corona-Tester hereinfielen, startet Marika Tändler-Walenta eine Initiative. Sie schickt echte Einkaufshelfer los.

In Schutzkleidung, wie sie ein Kontrolleur an der deutsch-polnischen Grenze oder medizinisches Personal trägt, sollen sich Trickbetrüger Zugang zu Wohnungen verschafft haben, um diese auszuspähen.
In Schutzkleidung, wie sie ein Kontrolleur an der deutsch-polnischen Grenze oder medizinisches Personal trägt, sollen sich Trickbetrüger Zugang zu Wohnungen verschafft haben, um diese auszuspähen. © Nikolai Schmidt

Marika Tändler-Walenta, Landtagsabgeordnete der Linkspartei, ist Unglaubliches zu Ohren gekommen. Wie mehrere Medien berichteten, haben in Sachsen in Schutzkleidung gehüllte Betrüger an Haustüren geklingelt, die vermeintliche Tests an Personen durchführen und dabei die Wohnung nach möglichem Diebesgut auskundschaften wollten.

Damit die Leute, von denen ohnehin schon viele von der Situation und den Einschränkungen verunsichert sind, nicht auf andere unseriöse Angebote hereinfallen, hat die Landespolitikerin am Montag begonnen, einen Lebensmitteleinkaufsdienst zu organisieren. Wie sie gegenüber sächsische.de erklärt, können ab sofort Bestellung unter der Telefonnummer 03431/710045 aufgegeben werden. Das ist die Büronummer der Abgeordneten, die an den zuständigen Mitarbeiter weitergeleitet wird.

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Beim Ausliefern - zunächst mittwochs und sonnabends – werden ihr ebenfalls die drei Beschäftigten helfen, die Marika Tändler-Walenta angestellt hat. „Da die politische Arbeit im Moment ohnehin weitgehend ruht, waren alle gleich bei diesem sinnvollen Hilfsangebot dabei.“ Das initiiert die Linkenpolitikerin auch, damit nichtmotorisierte Alleinstehende und vor allem Ältere gar nicht erst vor die Tür müssen, um sich mit den nötigsten Lebensmitteln zu versorgen.

Wer bei ihr Lebensmittel bestellt, bekommt vor der Lieferung einen Anruf, damit Geld bereitgelegt werden kann. Die Übergabe soll entsprechend der Hygienevorschriften kontaktlos erfolgen.

Das Angebot können die Büromitarbeiter der Landespolitikerin anfangs in Döbeln, Hartha, Leisnig, Roßwein, Waldheim sowie in den Gemeinden Großweitzschen, Ostrau und Zschaitz-Ottewig anbieten. Sollte sich noch anderswo ein Bedarf ergeben, will die Bürogemeinschaft versuchen, darauf zu reagieren. „Ich sehe selbst, dass in den ländlichen Regionen schon viel über Nachbarschaftshilfe geht“, sagt Marika Tändler-Walenta.

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