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Alarm: Tiere ertrinken im Löschteich

Paulsdorf. Ein künstliches Gewässer im Mühlfelderregt die Gemüter.

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Von Franz Herz

Der Löschteich im Wohngebiet „Am Mühlfeld“ in Paulsdorf wird zum Politikum. Lange Jahre stand er nur auf dem Papier. Dann scheiterten dieses Jahr Baugenehmigungen am fehlenden Löschwasser. Deswegen wird er jetzt doch gebaut. Nun fürchten Anwohner, dass er zur Gefahr wird. „Sie sind sicher der vierzehnte, der in der Sache anruft“, sagt Matthias Kröhnert, Bauamtsleiter im Dippser Rathaus.

Der Teich ist mit einer Folie ausgelegt. „Der Bau ist noch nicht abgeschlossen. Wir hatten noch keine Abnahme, aber irrtümlich hat jemand den Ablauf zugeschiebert“, sagt Kröhnert. Da stand dann das Wasser und eine tote Katze soll drin gelegen haben. Ein anderes Tier hatte sich in einem Zulaufrohr zu dem Teich verirrt. Das fiel Klaus Knoll bei einem Spaziergang mit seinem Hund auf. Er informierte Ute Weißbach, die Vorsitzende des Tierschutzvereins. Sie wiederum alarmierte die Feuerwehr. Ute Weißbach berichtet von weiteren Anrufen aus dem Mühlfeld. „Die Teichfolie ist so glatt, da kann sich kein Tier festhalten und die rutschen rein. Die Gefahr besteht genauso für Kinder. Nebenan ist ja der Spielplatz“, sagt Weißbach.

„Ich habe den Schieber wieder geöffnet. Dann hat jemand das Rohr mit Lumpen verstopft. Das Rohr haben wir erst einmal ausgebaut, damit nichts passieren kann“, sagt Peter Baling, Geschäftsführer der Ruppendorfer Bauträger GmbH, die den Teich baute.

Der muss jetzt erst mit einem Maschendrahtzaun von 1,80 Meter Höhe mit einem Tor gesichert werden. Dafür hat die Stadt den Hut auf. Diese oder nächste Woche soll er errichtet werden. Bleibt die Gefahr, dass ein Tier ins Wasser fällt. „Dazu wird ein Textilvlies auf die Teichfolie aufgebracht. Dann ist die nicht mehr rutschig und Tiere, die eventuell reinfallen, können wieder an Land klettern“, sagt Kröhnert. Erst wenn das alles in Ordnung ist, darf Wasser gestaut werden.