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Aldi plant den Neubau

In Großenhain könnte im nächsten Jahr der neue Einkaufsmarkt entstehen. Der Discounter kündigt dabei ein verändertes Filialkonzept an.

Der Aldi-Markt an der Dresdner Straße in Großenhain: Seine Tage in der jetzigen Filiale sind offenbar gezählt. Der Discounter plant einen Neubau.
Der Aldi-Markt an der Dresdner Straße in Großenhain: Seine Tage in der jetzigen Filiale sind offenbar gezählt. Der Discounter plant einen Neubau. © Anne Hübschmann

Großenhain. Die Zeichen stehen auf Neubau. Mit zwei Beschlüssen zum sogenannten vorhabensbezogenen Bebauungsplan haben Großenhains Stadträte jüngst ihre Zustimmung für einen neuen Aldi-Markt an der Dresdner Straße gegeben. Im Vorfeld waren dazu unter anderem Träger öffentlicher Belange nach etwaigen Bedenken hinsichtlich des Neubaus aus ihrer jeweiligen Sicht befragt worden. Größere Einwände gab es dem Vernehmen nach nicht. Jetzt liegen die Planungen zur Genehmigung beim Landratsamt Meißen. 

"Wir sind bestrebt, die Baumaßnahme zeitnah zu beginnen. Sobald die Kommunalpolitik das Planungsrecht dafür geschaffen hat, werden wir einen Bauantrag stellen", so Axel von Schemm, Manager Unternehmenskommunikation bei Aldi-Nord. Der Baubeginn sei demnach von der Genehmigung abhängig. 

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Derzeit ist offenbar vom ersten Quartal 2021 die Rede. Für diesen Fall sei eine Eröffnung im vierten Quartal 2021 möglich. Dass es seitens der angehörten Träger öffentlicher Belange diese oder jene Bedenken und Forderungen gebe, "ist uns natürlich bekannt", so Axel von Schemm. 

Sie würden in die Planungen inhaltlich einfließen. Insbesondere Großenhains SPD-Stadtrat Falk Terrey hatte in der Debatte wegen der angekündigten Größe des Einkaufsmarktes und befürchteter verkehrstechnischer Probleme seine grundsätzliche Ablehnung deutlich gemacht. Doch ein verkehrstechnisches Gutachten habe das nicht bestätigt, konterte Oberbürgermeister Sven Mißbach.

Aldi selbst kündigt eine Erweiterung der Verkaufsfläche von derzeit 800 auf dann reichlich 1.200 Quadratmeter an. Und nicht nur das. Im Zuge der Modernisierung des gesamten Aldi-Nord-Filialnetzes soll der Neubau nach dem neuen Filialkonzept "ANIKo" gestaltet werden. Das steht für "Aldi Nord Instore Konzept". 

Axel von Schemm verrät, was dahinter steckt: "Der Fokus unserer neuen Märkte liegt vor allem auf einer hellen und freundlichen Einkaufsatmosphäre mit mehr Platz und breiteren Gängen sowie einem vergrößerten Angebot an frischem Obst, Gemüse, Fleisch, Fisch und Backwaren für unsere Kundinnen und Kunden", erklärt er auf SZ-Anfrage. 

Rund 1.600 Produkte aus 18 Warengruppen würden im Durchschnitt in einem Aldi-Markt geführt. Hinzu kommen bis zu dreimal wöchentlich wechselnde Aktionsartikel; darunter Produkte aus den Bereichen Textilien und Schuhe, Elektronik, Haushalt, Heimwerkerbedarf oder Garten.

Neben dem Warenangebot wolle Aldi auf Komfort und Umweltfreundlichkeit setzen. Die neuen Filialen sollen nach Angaben des Sprechers mit einem modernen Licht-, Farb- und Energiekonzept ausgestattet werden. "Dank modernster Technik wie einer Photovoltaikanlage auf dem Marktdach und einer Wärmerückgewinnungsanlage, die den Marktraum kühlen und beheizen kann, kommt das Gebäude ohne fossile Brennstoffe aus", so Axel von Schemm.

 Zur Höhe der Investition gibt es keine Angaben. Für die Mitarbeiter der Großenhainer Filiale soll es während des Neubaus eine Übergangsphase geben: Sie sollen in umliegenden Märkten weiter beschäftigt werden.

Erst im August 2018 war der Aldi-Markt in Großenhain aufwändig umgestaltet worden. Damals wurden unter anderem sämtliche Regale und Kühleinrichtungen ausgetauscht, die Bereiche neu aufgebaut. Die Anordnung sei übersichtlich und vor allem auch platzsparend, hieß es seinerzeit. 

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