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Alle auf einen Haufen ist keine gute Lösung

über die Unterbringung von Asylbewerbern

Frank Seibel

Schade. Es wäre mutig und fortschrittlich gewesen, hätte der Kreistag die Linie des Landkreises bei der Asylpolitik geändert. Sicher gibt es auch vernünftige Gründe für zentrale Unterkünfte. Eigentlich sollen Asylbewerber nur kurze Zeit dort sein, dann ziehen sie weiter oder müssen zurück in ihr Heimatland.

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Aber tatsächlich bleiben viele von ihnen etliche Monate, da ist der Lagerkoller programmiert. Und an Integration ist kaum zu denken, wenn alle mit Langeweile (sie dürfen nicht arbeiten) aufeinanderhocken. Gut, könnte man sagen, es ist ja noch gar nicht klar, ob sie sich dauerhaft integrieren können und sollen. Es ist ja ein Leben auf der Schwelle, auf dem Sprung. Aber die Folge ist, dass die Begegnungen zwischen Einheimischen und Asylbewerbern selten normal sind. Da laufen Gruppen von Fremden umher, die man im Zweifel doch nur verdächtigt, Unsinn oder Schlimmeres im Sinn zu haben. Es sieht bislang so aus, dass man diese Menschen vor allem als Problem definiert, das man lieber übersichtlich an wenigen zentralen Orten bündelt. Wenn aber Familien mit Kindern zu ziemlich normalen Nachbarn im Wohnhaus werden, können beide Seiten profitieren. Kultur-Kontakte können sehr belebend sein.