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Pirna

Alle Busse blieben Mittwoch im Depot

Was die Gewerkschaft als Erfolg feiert, frustriert viele Eltern. Die haben sich aber gut organisiert.

Die Verdi-Fahne wehte am Betriebshof in Pirna. Ansonsten bewegte sich dort am 8. Mai nichts.
Die Verdi-Fahne wehte am Betriebshof in Pirna. Ansonsten bewegte sich dort am 8. Mai nichts. © SZ/Gunnar Klehm

Wer am Mittwoch im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge mit dem Bus oder einer Elbfähre fahren wollte, hatte die Rechnung ohne die Fahrer gemacht. 

Denn die waren in einen 24-stündigen Warnstreik getreten. Um 8 Uhr versammelten sich zahlreiche Beschäftigte am Betriebshof der Regionalverkehr Sächsische Schweiz-Osterzgebirge GmbH in Pirna. Erfreut konstatierten dort die Streikorganisatoren, dass ihnen die Fahrer zu hundert Prozent gefolgt waren und kein einziger Bus den Hof verließ. Auch die Elbfähren des Unternehmens, in das die Oberelbische Verkehrsgesellschaft Pirna-Sebnitz (OVPS) integriert ist, legten nicht ab. Bis Donnerstagfrüh, 2 Uhr, sollte der Ausstand dauern.

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Dass dem Streikaufruf alle Busfahrer gefolgt waren, sorgte aber auch für Frust bei Eltern. „Wenigstens den Schülerverkehr hätte man ja aufrechterhalten können“, erklärte unter anderem eine Mutter auf der Facebook-Seite sz.pirna. Offensichtlich haben sich aber viele Eltern, deren Kinder auf den Schulbus angewiesen sind, gut organisieren können. Jedenfalls ergab eine stichprobenartige Nachfrage der SZ an Schulen, dass es kaum Schüler gab, die zu spät oder gar nicht zum Unterricht erschienen waren. „Lediglich etwa zehn unserer über 1 000 Schüler wurden für ihr Zuspätkommen beziehungsweise Fehlen aus diesem Grund entschuldigt“, erklärte beispielsweise die Schulleiterin des Freitaler Weißeritzgymnasiums, Jeanette Gernat.

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