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Alle Straßenlampen im Käbschütztal sollen wieder leuchten

Käbschütztal

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In der Gemeinde Käbschütztal sollen bald wieder alle Straßenlampen leuchten. Derzeit ist ein Teil aus Kostengründen abgeschaltet. Zudem sind in den intakten Lampen Leuchtkörper eingesetzt, die einen hohen Energieverbrauch haben. Weil die Gemeinde kein Geld hat, um die Anlagen zu modernisieren, soll jetzt ein Vertrag mit der Energieversorgung Sachsen Ost (Enso) abgeschlossen werden.

Dieser Vertrag (Laufzeit sechs Jahre) besagt, dass die Enso 120000Euro in die marode Straßenbeleuchtung investiert. So werden dort, wo es möglich und sinnvoll ist, die Leuchtkörper kostenlos ausgewechselt. Finanziert werden soll das durch Energieeinsparung. Käbschütztal wird in den nächsten Jahren weiter die Summe von 43000 Euro für Betriebskosten der Straßenbeleuchtung überweisen. Die Differenz zum tatsächlichen Verbrauch streicht der Energieversorger als Ausgleich für seine Investitionen ein. „Die derzeitige Situation ist für unsere Bürger unbefriedigend. Die Straßen sind teilweise dunkel. Unser Ziel ist es, dass nachts sinnvoll und bezahlbar beleuchtet wird“, so Bürgermeister Uwe Klingor (CDU). Nach sechs Jahren übernehme die Gemeinde eine fertige Anlage, die künftige Energieeinsparung kommt dann dem Gemeindehaushalt zugute.

Derzeit sei man dabei, einen Plan zu entwickeln, um in den vielen kleinen Ortsteilen die bestmögliche Technik einsetzen zu können, ohne abschalten zu müssen, sagt Carsten Wald vom Netzbetrieb der Enso. Neu ist ein solches Projekt für den Energieversorger nicht. In Diera-Zehren gibt es bereits einen Vertrag. Ende Mai soll dort das Ortsnetz fertig sein.

Derzeit werde eine Feinanalyse erstellt, die klären soll, ob das Projekt in Käbschütztal gesichert umzusetzen ist. Kommt kein Vertrag zustande, tragen Enso und Gemeinde jeweils zur Hälfte die Kosten für die Analyse. Der Gemeinderat muss noch über das Energiesparkonzept beraten. J. Müller