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Alles bereit für neue Einfamilienhäuser

Nächste Woche eröffnet die Stadt ihr Wohnbaugebiet Kegelweg. Noch ist Platz. Fünf von 27 Grundstücken sind verkauft.

© Thorsten Eckert

Von Gabriele Naß und Ingolf Reinsch

Von dem kleinen Hügel fällt der Blick auf gepflegte Häuser, die an der Süßmilch- und Neustädter Straße stehen, und auf das Grün der Gärten am Hunger. Wer am Paul-Kegel-Weg baut, wird ruhig am Stadtrand wohnen. Bis zur Innenstadt sind es zu Fuß 15 Minuten. Am 20. Juni wird die Stadt Bischofswerda den attraktiven Eigenheimstandort offiziell eröffnen.

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Blick auf das neue Bauareal am Paul-Kegel-Weg in Bischofswerda. Die Grundstücke kosten erschlossen 48 Euro pro Quadratmeter, minus Kinderrabatt. Die Erschließung ist inzwischen abgeschlossen. Die Häuslebauer können kommen.Fotos: Thorsten Eckert (2), Geral
Blick auf das neue Bauareal am Paul-Kegel-Weg in Bischofswerda. Die Grundstücke kosten erschlossen 48 Euro pro Quadratmeter, minus Kinderrabatt. Die Erschließung ist inzwischen abgeschlossen. Die Häuslebauer können kommen.Fotos: Thorsten Eckert (2), Geral © Thorsten Eckert

Fünf der 27 Baugrundstücke sind verkauft, durchweg an Familien mit Kindern, sechs weitere reserviert. Sollten sich mehrere für ein und dasselbe Grundstück interessieren, werde versucht, einen Interessensausgleich zu finden, sagt Sebastian Pietsch vom Bauamt der Stadt auf Anfrage. Bei ihm laufen die Fäden für die Vermarktung zusammen. – Die Baugrundstücke sind 700 bis 800 Quadratmeter groß. Gebaut werden dürfen eingeschossige Einfamilienhäuser oder Häuser im Bungalowstil. Nach den Erwartungen der Stadt werden sich wohl viele Bauherren für die ebenerdige Bungalowvariante entscheiden.

Der Boden am Paul-Kegel-Weg ist bereitet. Trotzdem wird es noch dauern, bis die ersten Bauherren loslegen können. Tippel-Tappel-Tour: „Die notariellen Kaufverträge sind unterschrieben. Derzeit ist der Notar dabei, die für den Verkauf erforderlichen Genehmigungen einzuholen“, sagt Sebastian Pietsch. Es dauere in der Regel zwischen einem und drei Monaten, bis der Grundstücksverkauf notariell abgewickelt ist. Erst danach können sich die Bauherren beim Landkreis die Erlaubnis für ihr Bauvorhaben holen. Da es für den Paul-Kegel-Weg einen Bebauungsplan gibt, geht das in einem einfacheren Verfahren. In diesem Fall genügt es, statt eines Bauantrages eine Bauanzeige zu stellen. Diese gibt es in der Regel binnen zwei Wochen. Im besten Fall können die ersten Käufer ab Juli bauen.

Kaufpreis-Rabatt für Kinder

Die Pläne für das neue Wohngebiet stammen vom hiesigen Ingenieurbüro Bernd Hauswald. Die Stadt, der das Areal im Süden Bischofswerdas gehört und die die Baugrundstücke verkauft, beauftragte das Unternehmen Stadt- und Landbau aus Bautzen-Litten mit den Erschließungsarbeiten. Diese sind Ende Mai abgeschlossen worden. „Fast ohne Mängel“, wie Bauamtsleiterin Erika Lehmann kürzlich auf Anfrage des Abgeordneten Robert Geburek (BfB) im Stadtrat berichtet hat.

Das Bauland am Paul-Kegel-Weg wird für 48 Euro pro Quadratmeter verkauft. Im Preis enthalten sind der Bodenpreis sowie alle Erschließungskosten. Auf Antrag der Linksfraktion im Stadtrat gewährt Bischofswerda beim Verkauf von Bauland erstmals einen Bonus für Familien mit Kindern. Familien mit einem Kind bekommen 2 500 Euro des Kaufpreises erlassen. Für das zweite Kind gibt es einen weiteren Rabatt von 1 500 Euro. Ab dem dritten Kind kommen 500 Euro für jedes weitere Kind hinzu.

Seitdem die Pläne im vergangenen Frühjahr der Öffentlichkeit vorgestellt worden sind, wirbt die Stadt für die Baugrundstücke. Auf ihrer Internetseite gibt es einen speziellen Link zum Wohngebiet. Dort kann man sich aktuell informieren, welche Grundstücke bereits verkauft und welche noch zu haben sind. Die Flächen sind entsprechend farblich markiert. Eine technische Panne, wegen der vorübergehend alle Grundstücke als reserviert markiert waren, ist behoben. „Es gibt nun wieder täglich Anfragen“, sagt Erika Lehmann. Darüber hinaus nutzt die Stadt die Homepage vom Immobilienscout24, und sie ließ Flyer drucken. Bischofswerdaer Firmen legten diese zur Dresdener Hausmesse im Frühjahr an ihren Ständen aus. „Die meisten Interessenten melden sich aber übers Internet“, sagt Sebastian Pietsch. Die bisherigen Grundstückskäufer kommen aus der Stadt Bischofswerda, aber auch von außerhalb, zum Beispiel aus dem Raum Radeberg. Auch Bischofswerdaer, die jetzt noch in Hamburg wohnen, aber zurückkommen in die Heimat, werden hier bauen. Vor allem im Großraum Dresden will sich Bischofswerda mit diesem Eigenheimstandort potenziellen Häuslebauern empfehlen. Beim Stand der Vermarktung gibt es da durchaus noch Potenzial nach oben.

Großes Interesse in der Region erregte das Wohngebiet auch bei Nicht-Bauherren, als im Frühjahr die Namen für die beiden im Areal neu gebauten Straßen gesucht wurden. Die SZ hatte eine Umfrage gestartet, bei der mehr als 40 interessante Vorschläge eingingen. Alle lagen den Abgeordneten des zuständigen Ausschusses vor. Sie entschieden sich für die Bischofswerdaer Lehrer und Künstler Siegfried Hedusch und Hellmuth Tischer –  passend zu Paul Kegel, der auch Künstler war. Siegfried Hedusch gehörte zu den Leser-Favoriten. Die Familien Hedusch und Tischer haben der Nutzung der Namen zugestimmt, sagte Oberbürgermeister Andreas Erler. Ihm zufolge werden in den nächsten Tagen die Straßennamen-Schilder in Auftrag gegeben.

www.bischofswerda.de